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Finstere Silvesternacht: Münchner schießt sich Rakete ins Gesicht – über 700 Polizei-Einsätze

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Eine Hecke ging in Flammen auf.
Eine Hecke ging in Flammen auf. © Berufsfeuerwehr München

Feuer, Verletzte – und verschreckte Tiere: In der Silvesternacht zeigten sich auch die Schattenseiten der großen Böllerei. Die Einsatzkräfte sprachen von einer „arbeitsreichen“ Nacht, die aber weitestgehend friedlich verlief.

München - Für einen größeren Einsatz mussten Polizei und Feuerwehr an den Carl-Orff-Bogen ausrücken. Anwohner beobachteten laut Polizei, wie Unbekannte eine Rakete gezielt auf einen Balkon schossen. Der Bewohner war nicht zu Hause. Seine Wohnung brannte komplett aus. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich die Flammen bis zum Dachstuhl ausbreiteten. Der Schaden laut Polizei: 100.000 Euro.

München: Polizei und Feuerwehr hatten mehr Silvester-Einsätze als vor Corona

Insgesamt fuhr die Polizei in München zu mehr als 702 Einsätzen. 663 Mal mussten Feuerwehr und Retter ausrücken. „Das sind mehr Einsätze als vor Corona“, teilte ein Feuerwehr-Sprecher mit. Die Sanitäter versorgten teils schwere Verletzungen. So im Olympiapark, wo sich ein Mann eine Rakete ins Gesicht schoss.

Zu Gewalt gegen Retter kam es laut Bayerischem Rotem Kreuz nicht. Ein Unbekannter warf aber in Riem Pyrotechnik auf Polizisten, welche die Beamten nur knapp verfehlte. Die Polizei spricht insgesamt von einem „weitestgehend störungsfreien Gesamteinsatz“. Es sei „friedlich gefeiert“ worden. Die Allgemeinverfügung, die Böller in der Fußgängerzone verbot, habe zur Entspannung beigetragen.

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Respekt! Nach der Knallerei war schnell alles wieder sauber – dank der Straßenreinigung.
Respekt! Nach der Knallerei war schnell alles wieder sauber – dank der Straßenreinigung. © Yannick Thedens

Die tierischen Stadtbewohner erlebten dennoch Stress. Bei der Polizei gingen Notrufe von Tierbesitzern ein, deren Viecherl wegliefen. München führte zudem eine traurige Rangliste an. Die Deutsche Umwelthilfe wertete bundesweit aus, wie sich die Feinstaubbelastung im Vergleich zum Vorjahr ohne Böller veränderte. An der Landshuter Allee stieg sie um 911 Prozent. SOP

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