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„Äußerst uneinsichtig und unkooperativ“: Raser (23) geht Münchner Polizei auf die Nerven

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Von: Magdalena von Zumbusch

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Polizei in München
Eine Polizeistreife verfolgte einen Raser in München (Symbolbild). © Ralph Peters / Imago

Ein junger Raser machte am Samstag (21. Mai) den Münchner Stadtteil Moosach unsicher. Auf die Verstöße hingewiesen zeigte er sich „äußerst uneinsichtig und unkooperativ“.

München - Am frühen Abend des Samstag (21. Mai) wurde ein junger Raser im Münchner Stadtteil Moosach verfolgt und schließlich angehalten. Auf die hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen und sein Raser-Verhalten (Reifen-Durchdrehen-Lassen und Spiele mit dem aufheulenden Motor) hingewiesen, reagierte er „äußerst uneinsichtig und unkooperativ“. Für den Vorfall muss er nun einen Verkehrs(-nachhilfe)-Unterricht absolvieren.

Gefährlich auf Münchner Straßen unterwegs: Polizei verfolgte die Raser-Spielchen des 23-Jährigen

Nachdem erst vor einigen Tagen ein rasender Porsche-Cayenne-Fahrer in München die Polizei zu einer wilden Verfolgungsjagd und sogar zu Warnschüssen veranlasst hatte, wurde am Samstag (21. Mai) gegen 19 Uhr erneut ein Raser aufgegriffen: Einer Polizeistreife fiel ein schwarzer Daimler-Benz, auf, der an der Hanauer Straße Richtung Stadtmitte verkehrsbedingt an einer Kreuzung wartete. Als die Ampel auf Grün schaltete, ließ der Fahrer den Motor aufheulen und beschleunigte sein Fahrzeug stark. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritt er deutlich. An der Kreuzung zum Georg-Brauchle-Ring musste der Fahrer seinen Pkw verkehrsbedingt abbremsen.

Als die Ampel auf Grün schaltete, beschleunigte er so stark, dass die Hinterräder des Fahrzeuges durchdrehten und das Fahrzeugheck ausbrach. Der Fahrer beschleunigte sein Fahrzeug anschließend auf über 90 km/h. Auf dem Georg-Brauchle-Ring im Kreuzungsbereich zur Dachauer Straße ließ er noch einmal seine Räder durchdrehen und beschleunigte sein Fahrzeug wieder schnell.

Polizei berichtet: Kontrolle ergab stark abgefahrene Reifen - nicht die erste Raserfahrt?

Die Fahrt ging auf dem Wintrichring weiter. Hier fuhr er mit fast 100 km/h. Im Bereich der Allacher Straße hielt der Fahrer schließlich an einer Tankstelle. Die Polizei nutzte diese Gelegenheit, um ihn einer Kontrolle zu unterziehen. Es handelte sich bei dem Fahrer um einen 23-Jährigen, wohnhaft in München.

Im Rahmen der anschließenden Kontrolle wurde außerdem festgestellt, dass die Reifen des Mercedes stark abgefahren waren. Auf Grund dessen wurde die Weiterfahrt unterbunden: Mit dem Fahrzeug wurde wohl nicht die erste Raser-Fahrt unternommen. Der „Sport“ hat auch in Bayern eine eigene Szene und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit - auch in diesem Mai berichtete die Polizei etwa von der Verfolgung eines Rasers, der mit 300 km/h zu entkommen versuchte.

Gegen den 23-Jährigen wurden mehrere Ordnungswidrigkeitsanzeigen erstattet. Vor Ort zeigte sich der 23-Jährige „äußerst unkooperativ und uneinsichtig“ hinsichtlich seiner Verstöße, so der Polizeibericht. Es erging ein Hinweis über den Vorfall an die Führerscheinstelle. Der 23-Jährige muss mit einer Vorladung zum Verkehrsunterricht rechnen. Die Ermittlungen führt die Münchner Verkehrspolizei.

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