30 Anrufe von einer Nummer

Weil Siebenjähriger Hightech-Geschenk bekommt: Münchner Polizei muss zu kuriosem Einsatz ausrücken

Ein Streifenwagen fährt durch die Innenstadt
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Ein Streifenwagen fährt durch die Innenstadt.

Münchens Polizisten wurden am Mittwoch zu mehreren Einsätzen gerufen, die nicht gerade alltäglich waren. Eine smarte Uhr und ein kaputter PC spielten Hauptrollen.

München - Wenn bei der Polizei München* ein Notruf eingeht, ist höchste Konzentration gefragt. Nicht selten ist der Hintergrund ein ernster. Manchmal müssen bei einem Notruf aber sogar die Polizisten schmunzeln. Zwei solcher Fälle haben sich diese Woche ereignet. Und zufällig auch noch am gleichen Abend.

Smartwatch zum Geburtstag: Bub wählt den Notruf in München

Gleich 30 Anrufe erhielt die Polizei am Mittwoch zwischen 19 und 19.40 Uhr von einer Mobilfunknummer. Niemand sprach mit den Beamten, aber es waren Kinderstimmen zu hören. Nach Ermittlung der Anschlussstelle machte sich eine Streife auf den Weg in die Martin-Behaim-Straße (Untersendling). Dort klärte sich die Lage schnell auf.

Ein Siebenjähriger hatte ein paar Tage zuvor Geburtstag und deshalb wohl eine Smartwatch geschenkt bekommen. Ohne es zu wissen und ohne Absicht hatte der Bub mehrmals den Notruf gewählt. Damit das nicht mehr passiert, klärten ihn die Beamten und seine Mutter auf. Da für die Beamten kein strafbares Handeln vorlag, sahen sie von Einsatzkosten ab.

Lautes Scheppern entpuppt sich als Computer-Frust

Gleicher Abend, etwas später, der nächste Fall: „Was ist da los?“, fragte sich wohl jemand in der Camerloherstraße (München*-Laim). Also wählte er den Notruf. Immer wieder soll es laut dem Anrufer laut gescheppert haben – mutmaßlich ein Nachbar. Dazu habe er Hallo- und Hilferufe gehört, berichtet die Polizei. Und das schon eine halbe Stunde. Die Beamten rückten aus. Am Ende war aber alles gar nicht so wild wie befürchtet.

Ein 38-Jähriger hatte lediglich Probleme mit seinem PC. Das bewegte ihn offenbar dazu, vor Wut alles zu malträtieren, was ihm in die Finger kam. Ein Fall für die Polizei war das freilich nicht, dafür wohl eher für einen Computerspezialisten. - PHILLIP PLESCH - *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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