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Über 200 000 Euro Beute - Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

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Von: Phillip Plesch

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Vorsicht, Falle! Über Messenger-Dienste wie WhatsApp versuchen Betrüger, Geld zu erbeuten.
Vorsicht, Falle! Über Messenger-Dienste wie WhatsApp versuchen Betrüger, Geld zu erbeuten. © Jakub Porzycki/Imago

Über 200 000 Euro haben Betrüger schon erbeutet - und zwar mit einer neuen Masche. Davor warnt die Polizei nun mit einer bayernweiten Präventionskampagne.

Falsche Polizisten, falsche Handwerker, Enkeltrick - die Tricksereien von Betrügern sind zahl- und facettenreich. Seit ein paar Wochen hat sich eine neue Masche etabliert: Betrüger geben sich auf WhatsApp als Verwandte aus, die in einer Notlage stecken, und fordern finanzielle Hilfe. Allein in München gab es seit Jahresbeginn rund 150 solcher Fälle. Entstandener Schaden: über 200 000 Euro. Die Polizei sieht Handlungsbedarf und fährt nun eine bayernweite Präventionskampagne.

Dafür nutzt die Polizei den Messenger-Dienst selbst. Seit Freitag ruft sie dazu auf, über die verschiedenen Dienste wichtige Verhaltenshinweise mittels einer Präventionsgrafik zu teilen. Das könne auch im Status-Bereich von WhatsApp erfolgen.
„Wir wollen dazu einen Generatoreffekt der Kurznachrichtendienste nutzen, um möglichst viele Menschen anzusprechen“, sagt Münchens Polizeipräsident Thomas Hampel.

Der Chatverlauf läuft immer ähnlich ab

Die Grafik dazu und weitere Infos gibt’s im Netz auf der Polizei-Seite. Durch eine hohe Beteiligung hofft die Polizei auf eine weite Verbreitung - und auf einen möglichst hohen Effekt.
Der Chat auf WhatsApp verläuft immer ähnlich, wie Maximilian Niedermayer erklärt. „Meist heißt es einfach ,Hallo Mama oder Hallo Papa‘“, verdeutlicht der Leiter des Kommissariats 77 (Betrug durch E-Commerce) den Vorgang. Dann werde meist erklärt, dass das Handy kaputt oder gestohlen worden sei. Darauf folgt die Bitte, mit Geld auszuhelfen, weil eine Rechnung dringend zu begleichen sei.

„Darauf sollte man keinesfalls reagieren“, betont Niedermayer. Er rät, Sohn oder Tochter auf der bekannten Nummer zu kontaktieren. Und vor allem: Niemals Geld aufgrund eines Chats herausgeben.
Lesen Sie am Dienstag mehr zu weiteren Betrügereien - und wie Sie sich davor schützen können.

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