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In seiner G-Klasse: Münchner verbreitet krude Botschaften aus Heckscheibe - Polizei findet Schusswaffe im Auto

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Von: Phillip Plesch

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Mit diesem Display in der Heckscheibe war der Münchner unterwegs.
Mit diesem Display in der Heckscheibe war der Münchner unterwegs. © Münchner Gesindel

Großer Einsatz für die Polizei: Ein Münchner wurde festgenommen, der in der Heckscheibe seines Autos Botschaften verbreitet hatte.

Das Display dürfte dem ein oder anderen Münchner auf der Straße schon mal aufgefallen sein. Seit Donnerstagabend ist es aus. Ein Münchner hatte in seiner Mercedes G-Klasse einen Bildschirm platziert, der in LED-Schrift Botschaften aus der Heckscheibe versendete. Nun ist der 44-jährige Fahrer der Polizei in die Fänge gegangen.

Bei einer Kontrolle in der Kristallstraße, Ecke Diamantstraße in Ludwigsfeld gegen 18.45 Uhr fiel den Beamten das Display auf. Zu sehen waren dort politik- und gesellschaftspolitische Botschaften. Auf vulgäre Art und Weise wurden beispielsweise die Politikerinnen Annalena Baerbock und Ursula von der Leyen beleidigt.

In seiner G-Klasse: Münchner verbreitet krude Botschaften aus Heckscheibe

Also hielten die Beamten den Münchner Juristen an. Das gefiel dem gar nicht. „Er verhielt sich unkooperativ und verweigerte ein Gespräch mit den Beamten“, teilt die Polizei mit. Er wies allerdings darauf hin, eine Schusswaffe in seinem Auto zu haben. Weitere Streifen wurden angefordert, sodass insgesamt neun im Einsatz waren. Die Polizisten dirigierten den Mann aus seinem Mercedes. Bei der Durchsuchung stellten sie fest, dass er das Gespräch mit seinem Smartphone heimlich aufgenommen hatte. Zudem fanden sie im Auto eine Pistole (9 Millimeter), über Hundert Schuss Munition und ein Beil.

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Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 44-Jährige insgesamt neun Waffen besitzt. Als Sportschütze hat er aber den nötigen Waffenschein dafür, der ihm den Besitz erlaubt. Sämtliche Gegenstände aus dem Auto wurden laut Polizei beschlagnahmt, das Fahrzeug wurde zur Beweissicherung abgeschleppt. Zudem erwarten den Juristen nun mehrere Anzeigen.

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