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17-jähriger PKW-Fahrer will Polizei-Kontrolle entgehen: Auf der Flucht crash er in einen Streifenwagen

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Von: Lara Listl

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Ein Polizist hält bei einer Verkehrskontrolle eine Winkerkelle in der Hand.
Um sich einer Verkehrskontrolle am Münchner Odeonsplatz zu entziehen, flüchtete ein 17-jähriger Fahrer vor der Polizei. © Paul Zinken/dpa/ZB/Symbolbild

Bei seinem Versuch, sich einer Verkehrskontrolle am Münchner Odeonsplatz zu entziehen, flieht ein 17-jähriger Pkw-Fahrer vor der Polizei, rast durch die Stadt und kollidiert mit einem Streifenwagen.

München - Bei seinem Versuch vor einer Verkehrskontrolle zu flüchten, kollidierte ein Pkw-Fahrer mit einem Dienstfahrzeug der Polizei. Wie das Polizeipräsidium München* in einer Pressemitteilung vom Dienstag, 26. Oktober bekannt gibt, fuhr der 17-jährige Fahrer aus dem Landkreis Rottal-Inn am Montagabend, 25. Oktober, mit seinem Fiat durch die Münchner Innenstadt.

Pkw-Fahrer entzieht sich der Verkehrskontrolle, flüchtet vor der Polizei und verursacht einen Unfall

Gegen 21:45 Uhr am Odeonsplatz in München* angekommen, wollte eine Polizeistreife den 17-Jährigen bei einer allgemeinen Kontrolle aus dem Verkehr ziehen. Doch anstatt zu halten, trat der Jugendliche in die Gaspedale. Er flüchtete in Richtung Karolinenplatz, dann weiter in den Münchner Stadtteil Am Hart*. Auf die Anhaltesignale der Beamten reagierte er nicht - weswegen die Polizei München* weitere Streifenbesatzungen zur Nachfahrt hinzuzogen.

Nach Polizeiangaben habe der Flüchtige in riskantem Fahrmanöver Autos überholt, rote Ampeln missachtet und sei teilweise sogar über Trambahngleise sowie in den Gegenverkehr gefahren. Auf Höhe der Knorrstraße und der Hufelandstraße sei es den Einsatzkräften der Polizei gelungen, den Fiat aufzuhalten. Dabei seien der Pkw und ein Dienstfahrzeug der Polizei zusammengestoßen.

Flucht durch München endet mit Zusammenprall und einem Sachschaden von etwa 15.000 Euro

Beide Fahrzeuge wurden durch den Zusammenprall beschädigt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 15.000 Euro. Die Knorrstraße musste für etwa eineinhalb Stunden komplett gesperrt werden. Der Verkehr sei gering beeinträchtigt worden. Zudem stellte sich nach dem Unfall heraus, dass der junge Fahrer keinen Führerschein besaß.

Wegen des „Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“, des verbotenen Kraftfahrzeugrennens, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und weiteren diversen Verkehrsordnungswidrigkeiten - wie dem Fahren auf den Tramgleisen - wurde der 17-Jährige angezeigt.

Münchner Verkehrspolizei ermittelt - Zeugen gesucht

Die weiteren Ermittlungen übernimmt nun die Münchner Verkehrspolizei. Alle Personen, die sachdienliche Hinweise zur Fahrweise des flüchtigen Fiats machen können, werden gebeten, sich entweder telefonisch unter der Nummer 089/62 12 33 22 oder persönlich vor Ort bei dem Unfallkommando in der Tegernseer Landstraße 210 in München zu melden. Dabei richtet sich der Zeugenaufruf insbesondere an Betroffene, die persönlich durch die Fahrweise des Angezeigten gefährdet wurden. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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