Falsche Beamte und Mail-Betrug

Es geht um rund 700.000 Euro: Diese drei dreisten Taten beschäftigen die Münchner Polizei

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Kampf den Cyber-Dieben und falschen Beamten: Die Münchner Polizei steht vor einigen Rätseln.

In der dunkleren Jahreszeit haben Diebstähle Hochkonjunktur. Die Münchner Polizei sieht sich diversen dreisten Fällen gegenüber - es geht um Mail-Betrug, Einbrüche und falsche Polizisten.

München - Drei besonders dreiste Taten beschäftigen derzeit die Polizei. Wieder einmal waren im Stadtgebiet München falsche Polizeibeamte unterwegs, die vor allem ältere Menschen abzocken. Zudem haben erneut Einbrecher in Schrebergärten zugeschlagen. Im aktuellen Fall stahlen sie Schlüssel und räumten eine Wohnung aus, während ein 82-Jähriger im Wohnzimmer schlief. Und auch die Experten für Betrugsdelikte berichten von einem perfiden Fall, bei dem eine 37-Jährige von Cyberdieben um viel Geld geprellt wurde. Die Details:

Fall 1: Der miese Mail-Betrug

Um satte 366.000 Euro haben Unbekannte die Geschäftsführerin (37) einer Münchner Firma geprellt. Die Kriminellen installierten vermutlich bereits im Frühjahr einen Trojaner auf dem Server des Unternehmens. Dann gaben sie vom persönlichen E-Mail-Konto der 37-Jährigen aus in deren Namen Zahlungsanweisungen an deren Vermögensverwalter. Die Mails des Finanzverwalters fingen die Betrüger ab.

Erst als dieser die 37-Jährige anrief, da er eine Rückfrage wegen einer Überweisung in Höhe von 160.000 Euro hatte - die die Cyberdiebe in Auftrag gegeben hatten -, flog der Betrug auf. Auch in Münster verlor ein Mann mit dieser Masche einen ähnlichen Betrag. Das Geld der Opfer wurde auf das Konto eines 52-Jährigen in Münster überwiesen. Der Mann, der als Finanzagent arbeitete, muss sich wegen Geldwäsche verantworten. Er überwies das Geld wohl in afrikanische Länder.

Hacker-Angriff auf eine Münchner Firma: Cyber-Diebe haben eine Geschäftsführerin um 366.000 Euro geprellt.

Fall 2: Falsche Beamte zocken ab

Besonders dreist haben falsche Polizeibeamte eine 90-Jährige im Münchner Westen um ihr Erspartes gebracht. Die Kriminelle prellten die Seniorin fast um eine Viertelmillion Euro! Auch in diesem Fall schaffte es ein vermeintlicher Polizist am Dienstag, die Münchnerin durch geschickte Gesprächsführung davon zu überzeugen, dass Einbrecher in ihrer Nachbarschaft unterwegs seien und ihr Schmuck vor diesen in Sicherheit gebracht werden müsse. Völlig verunsichert gab die Seniorin einem angeblichen Kollegen des Anrufers, der an ihrer Haustür klingelte, Schmuck und Uhren im Wert von etwa 200.000 Euro.

Am Mittwoch meldete sich erneut ein falscher Polizist bei der 90-Jährigen und überredete sie, etwa 30.000 Euro auf ein Konto der Münchner Polizei zu überweisen. Einen zweiten ähnlich gelagerten Betrugsversuch verhinderte eine Bankmitarbeiterin.

Fall 3: Geklaut und ausgeräumt

In Germering (Kreis Fürstenfeldbruck) sind Kriminelle ebenfalls besonders perfide vorgegangen: Zuerst klauten sie einer Frau (77) die Wohnungsschlüssel, dann räumten sie ihre Wohnung aus - vor dem im Wohnzimmer schlafenden Mann (82). Die Rentnerin weilte am Donnerstag in ihren Schrebergarten in Pasing. Ihre kurze Abwesenheit nutzten Diebe, um Handtasche samt Geldbeutel, Ausweise und Wohnungsschlüssel zu klauen.

Die Frau alarmierte die Polizei. Doch die Diebe waren schneller: Als eine Germeringer Streife in der Schillerstraße eintraf, war die Wohnung bereits komplett durchwühlt. Die Einbrecher erbeuteten Schmuck, Uhren und Münzen im Wert von mehreren tausend Euro. Der 82-Jährige bemerkte die Eindringlinge nicht. Die Polizei registrierte zuletzt mehrere ähnliche Fälle im Stadtgebiet, bei der in Schrebergärten gestohlen wurde.

Das Opfer weilte in einer Laube, während Diebe die Schlüssel klauten und die Wohnung ausräumten.

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S. Wegele

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