Markierungen werden entfernt – Erfahrungen sollen ausgewertet werden

München: Testphase Pop-Up-Bike-Lanes endet Kurzzeit-Radwege verschwinden wieder

Kommt weg: Kurzzeit-Radweg in der Elisenstraße.
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Kommt weg: Kurzzeit-Radweg in der Elisenstraße. SCHLAF

Die temporären Radwege in München, die so genannten Pop-up-Bike-Lanes sollen einstweilen wieder verschwinden. Die gelben Markierungen würden demnach ab. November entfernt.

  • Die Testphase für die Pop-Up-Bike-Lanes läuft am 31. Oktober aus.
  • Die Markierungen werden in München über den Winter entfernt.
  • Die Politik entscheidet im nächsten Jahr, wie es weitergeht.

SPD-Fraktions-Chef Christian Müller sagte am Montag: „Der Verkehrsversuch soll wie im Frühjahr beschlossen zum 31. Oktober enden. Gleichzeitig bitten wir die Stadtverwaltung, uns bis zur nächsten Sitzung des Mobilitätsausschusses am 11. November eine Evaluation der temporären Radwege vorzulegen und uns Vorschläge zu unterbreiten, welche notwendigen Radwege dauerhaft umgesetzt werden können. Bei allen weiteren Entscheidungen wollen wir die Öffentlichkeit beteiligen.“

Stadtrat hat Ende Mai Entscheidung getroffen

Ende Mai hatte der Stadtrat die temporären Radwege beschlossen – eben bis Ende Oktober. Eingerichtet wurden die Radstreifen auf der Rosenheimer Straße zwischen Orleansstraße und Rosenheimer Platz in beiden Fahrtrichtungen, auf der Rosenheimer Straße zwischen Lilienstraße und Am Lilienberg (stadtauswärts), auf der Zweibrückenstraße zwischen Erhardt-/Steinsdorfstraße und Rumford-/Thierschstraße, auf der Elisenstraße zwischen Dachauer Straße und Lenbachplatz sowie auf der Theresienstraße zwischen Türkenstraße und Schleißheimer Straße sowie auf der Gabelsbergerstraße zwischen Arcis- und Türkenstraße.

„Wie beschlossen, endet der Verkehrsversuch der Pop-up-Bike-Lanes zum 31. Oktober“, sagt SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl. „Uns ist wichtig, dass uns nun schnellstmöglich die Evaluierung vorgelegt wird. Auf dieser Basis entscheiden wir dann über ein zügiges weiteres Vorgehen. Wir stehen für dauerhafte und sichere Radwege.“

Grüne wollen Radentscheid weiter umsetzen

„Wir Grüne wollen natürlich den Radentscheid umsetzen“, sagt Stadträtin Gudrun Lux. „Das heißt: Auch an den Stellen, wo bisher die Pop-up-Bike-Lanes sind, wollen wir baulich getrennte Radwege oder geschützte Radstreifen.“ Die kurzfristig eingerichteten Radspuren seien immer nur als Übergangslösung gedacht gewesen. „Wir wollen uns zunächst die Evaluation vorstellen lassen und gemeinsam entscheiden.“

Lesen Sie auch: In Berlin hatte ein Gericht die temporären Radwege für unzulässig erklärt.

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