Schon ab April

Münchner wünschen sich Pop-up-Radwege zurück: OB Reiter gibt grünes Licht - mit einer Auflage

Sie kehren zurück: Pop-up-Radwege in München.
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Sie kehren zurück: Pop-up-Radwege in München.

Viele Radfahrer werden aufatmen: Sie haben in München künftig wohl wieder mehr Platz auf der Straße. Im April kommen die Pop-up-Radwege zurück.

München - Die Kurzzeit-Radwege sollen im April wiederkehren. Der Mobilitätsausschuss des Stadtrats wird sich am 17. März mit diesem Thema befassen. Zuvor wurden von der Stadt bei zwei Online-Veranstaltungen bereits Anwohner, Gewerbetreibende und Verbände informiert.

Klares Stimmungsbild: „Münchner wünschen sich die Pop-up-Radwege zurück“

Ziel der Stadt war es, ein Meinungsbild der Bürger zu den Planungen zu erhalten. Besonders groß sei das Interesse für den Abschnitt an der Rosenheimer Straße zwischen Orleansstraße und Rosenheimer Platz gewesen. Mehr als 300 Personen waren nach Auskunft der Stadt digital zugeschaltet, bei der Online-Debatte zur Theresien-/Gabelsbergerstraße mehr als 200.

OB Dieter Reiter (SPD) betonte, ihm sei wichtig, die Bürger bei den Planungen eng einzubinden. Laut Bürgermeisterin Katrin Habenschaden (Grüne) hat sich ein klares Stimmungsbild ergeben: „Die Münchner* wünschen sich die Pop-up-Radwege zurück, und das möglichst bald.“ Wenn der Stadtrat grünes Licht gegeben habe, werde die Verwaltung die temporären Radwege zügig umsetzen.

Grünen wollten auch im Winter an den Pop-up-Radwegen festhalten

Die gelb markierten Spuren auf fünf verschiedenen Straßen im Stadtgebiet hatte es schon im Vorjahr zwischen Juni und Oktober gegeben. Nach einem Mehrheitsbeschluss des Stadtrats verschwanden diese im November wieder. Zum Ärger der Grünen, die an dem Verkehrsversuch auch über die Wintermonate festhalten wollten. Nun soll es ein Comeback der Kurzzeit-Radwege geben, diesmal mit einer weißen Markierung. Die Verwaltung ist zugleich beauftragt, eine dauerhafte bauliche Lösung zu erarbeiten. Geplant sind die Spuren wieder in der Rosenheimer Straße zwischen Orleansstraße und Rosenheimer Platz, an der Theresienstraße, an der Elisenstraße und an der Gabelsbergerstraße. An der Zweibrückenstraße verhindern in diesem Jahr Bauarbeiten der Stadtwerke den Kurzzeit-Radweg.

Zufrieden mit den bisher durchgeführten Informationsveranstaltungen zeigte sich auch der Münchner ADFC-Vorsitzende und Sprecher des Radentscheids, Andreas Schön: „Diese Art der Bürgerbeteiligung kann sicher als Vorbild für das weitere Vorgehen dienen, muss aber auch zügig bei anderen Projekten vorangetrieben werden.“ Ungeachtet dessen mahnte Schön an, dass für etliche wichtige Radverkehrsverbindungen wie die Isarparallele, die Schwanthaler Straße oder die Lindwurmstraße noch tragfähige Lösungen gefunden werden müssten. *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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