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Münchner Polizei jagt Porsche Cayenne: Sportwagen hält auf Beamten zu – der zieht die Waffe

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Von: Thomas Eldersch

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Ein Porsche-Cayenne-Fahrer lieferte sich mit der Polizei ein Verfolgungsrennen durch München (Symbolbild).
Ein Porsche-Cayenne-Fahrer lieferte sich mit der Polizei ein Verfolgungsrennen durch München (Symbolbild). © Benjamin Langer/dpa/Symbolbild

Porsche-Cayenne-Fahrer liefert sich mit der Münchner Polizei eine Verfolgungsjagd durch die Stadt. Nicht einmal Schüsse halten den Sportwagenlenker auf.

München – Was sich am Dienstag kurz vor Mitternacht im Münchner Süden abgespielt hat, hätte Hollywood nicht eindrucksvoller schreiben können. Was eine normale Fahrzeugkontrolle werden sollte, entpuppte sich schnell zu einer Verfolgungsjagd durch München. Am Ende musste ein Polizist sogar seine Waffe ziehen und auf den flüchtenden Sportwagen schießen. Erst mit vereinten Kräften schaffte es die Polizei, den flüchtigen Porsche-Fahrer zu stellen.

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Porsche-Fahrer rast durch München: Rote Ampeln und Schüsse halten ihn nicht auf

Gegen 23.45 Uhr in der Nacht auf Mittwoch, 18. Mai, fiel einer Streife der Münchner Polizei ein Porsche Cayenne auf. Dieser fuhr recht auffällig auf der Tegernseer Landstraße – Höhe McGraw-Graben. Die Beamten beschlossen daraufhin, das Fahrzeug zu kontrollieren. Sie machten den Fahrer darauf aufmerksam, doch dieser fuhr nicht rechts ran, sondern drückte das Gaspedal durch. Mit hoher Geschwindigkeit flüchtete er in Richtung Großmarkthalle (Stadtteil Sendling). Anschließend ging es über die Tegernseer Landstraße, den Candidtunnel, die Brudermühlstraße und die Schäftlarnstraße. Rote Ampeln ignorierte der Raser. In der Schäftlarnstraße gelang es der Polizei, den Porsche-Fahrer zum Anhalten zu bewegen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei München.

Als die Verfolgungsjagd vorläufig gestoppt wurde, entschieden sich die Beamten auszusteigen und den Fahrer des Cayenne zu kontrollieren. Dieser visierte einen der Beamten an und fuhr auf ihn zu. Dieser zog seine Dienstwaffe und feuerte in Richtung des Porsches. Davon ließ sich der Fahrer anscheinend nicht beeindrucken. Er hielt weiter auf den Polizisten zu. Dieser konnte sich mit einem Satz zur Seite retten. Der Porsche-Fahrer suchte daraufhin wieder das Weite.

Porsche-Fahrer flüchtete vor Polizei durch München: Mehrere Streifen können ihn stoppen

Erst als sich weitere Steifen der Verfolgungsjagd angeschlossen hatten, konnte der Sportwagen auf Höhe der Isartalstraße gestoppt werden. Im Porsche befanden sich drei Insassen. Ein 29-jähriger Münchner und zwei 22-jährige Begleiterinnen. Eine von ihnen saß am Steuer. Verletzt wurden die drei durch die abgegebenen Schüsse nicht. Jedoch zogen sich die 22-Jährige und der 29-Jährige leichte Blessuren zu, als sie einen Fahrerwechsel vollzogen hatten.

Beim 29-jährigen Porsche-Fahrer klickten im Anschluss die Handschellen. Er wurde festgenommen. Seine Begleiterinnen wurden, nachdem die Beamten ihre Personalien aufgenommen hatten, entlassen. Weitere Ermittlungen übernimmt jetzt das Kommissariat 11. Es stehen eine versuchte gefährliche Körperverletzung sowie mehrere Straßenverkehrsdelikte im Raum. Routinemäßig überprüfen auch das Bayerische Landeskriminalamt sowie die Staatsanwaltschaft München I den Schusswaffengebrauch des Polizisten. (tel)

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