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Preis-Explosion bei Eigentumswohnungen

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Von: Andreas Thieme

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München - Nicht nur die Mieten steigen unaufhörlich, auch der Preis pro Quadratmeter bei Eigentumswohnungen ist innerhalb der vergangenen fünf Jahr explodiert. München ist jetzt zweieinhalb mal so teuer wie der Rest von Deutschland.

An der Spitze, ganz oben – wieder einmal. Aber dieses Mal mit einem Riesenvorsprung in Bayern!

Innerhalb von nur fünf Jahren sind die Preise für Eigentumswohnungen in München schier explodiert – 5212 Euro kostet aktuell der Quadratmeter gegenüber 3104 Euro im ersten Halbjahr 2008. Wahnsinn: Um satte 68 Prozent hat sich Spirale nach oben gedreht – mehr als 15 Prozent waren es allein im vergangenen Jahr! Das zeigt der Kaufpreisbarometer vom Portal immowelt.de.

München ist zweieinhalb mal so teuer wie der Rest von Deutschland

Acht bayerische Städte haben die Immobilien-Profis genauer unter die Lupe genommen. Ergebnis: Um mindestens 22 Prozent stiegen die Kaufpreise innerhalb von fünf Jahren im gesamten Freistaat – mehr als doppelt so stark wie der Bundesdurchschnitt (plus zehn Prozent). Nach der Landeshauptstadt sind Regensburg (3169 Euro pro qm, plus 44 Prozent) und Nürnberg (2844 Euro pro qm, plus 38 Prozent) die teuersten Metropolen im Freistaat. Doch München werden sie auf Jahre nicht einholen. Denn: Aktuell ist München mit 5212 Euro pro Quadratmeter Kaufpreis mehr als zweieinhalb mal so teuer wie der Rest von Deutschland. Und das sind nur die Durchschnittswerte!

Denn innerhalb der Stadtgrenzen gibt es starke Unterschiede. Während Aubing-Lochhausen-Langwied mit durchschnittlich 3302 Euro zubuche schlägt, kostet der Quadratmeter im Stadtkern wesentlich mehr. Spitzenreiter sind Altstadt und Lehel mit 7892 Euro, gefolgt von der Maxvorstadt (6994 Euro pro qm). Aber: „Für Luxus-Wohnungen müssen Käufer zum Teil bis zu 13 700 Euro pro Quadratmeter bezahlen“, sagt Claudia Franke von immowelt.de. Wohnungen unter 1500 Euro pro Quadratmeter gibt es dagegen – wenn überhaupt – nur am äußeren Stadtrand.

"München bekommt ein Platzproblem"

„Das ist ein Riesenproblem“, sagt Beatrix Zurek, frischgebackene Präsidentin des Bayerischen Mieterbundes (siehe unten). Denn: „Hier ist eine klare Wechselwirkung zu befürchten: Kapitalanleger werden versuchen, die gestiegenen Quadratmeterpreise auf die Miete umzulegen. Und das wiederum befeuert die Aufwärtsspirale.“

Der Preis ist zwar das größte, aber nicht das einzige Problem in der Stadt. „München bekommt ein Platzproblem“, prognostiziert Immowelt-Vorstand Carsten Schlabritz. Nur maximal 7000 Wohnungen baut die Stadt pro Jahr, 30 000 aber fehlen laut Mieterbund. Aber: „Die Mieten und Kaufpreise werden wahrscheinlich weiter steigen.“

A. Thieme

Die Ziele der neuen Mieter-Präsidentin

Beatrix Zurek
Neu im Amt: Vorsitzende Beatrix Zurek © dpa

Jetzt ist sie Bayerns Präsidentin! In Lochau bei Lindau wurde Beatrix Zurek (54) am Samstag mit 128 von 129 Stimmen zur Landesvorsitzenden des Mieterbundes gewählt. In Zukunft kämpft die tz-Mietexpertin also für alle bayerischen Mieter – und ist in Wohnungsfragen erste Ansprechpartnerin für Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Die tz erklärt Zureks Ziele:

CSU gegen Leerstand

Wohnungen, und zwar bezahlbare – wo gibt es die noch in

Tumblingerstraße
Steht leer: Das Eckhaus in der Tumblingerstraße 27 © Reinhard Kurzendörfer

der Stadt? Diese Frage beschäftigt viele Münchner. Umso erstaunlicher die 40 Seiten lange Leerstands-Liste des Kommunlareferats: Teilweise seit zehn Jahren sind Häuser unbewohnt (tz berichtete). Wie kann das sein? Das wollen auch die Stadträte Josef Schmid und Marian Offman (beide CSU) wissen und haben eine entsprechende Anfrage an OB Christian Ude (SPD) gestellt. Konkret soll die Stadt Auskunft darüber geben, wie sich der Leerstand in den einzelnen Fällen entwickelt hat – und welche Häuser noch immer unbewohnt sind. Ein tz-Test ergab kürzlich: Bei neun von zehn überprüften Häusern hat sich nichts getan…

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