Ab Juni 2019

Preis-Revolution beim MVV: Tarif-Reform ist beschlossen - das kommt nun auf Fahrgäste zu

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So sehen die neuen Zonen aus. 

Die MVV Tarifreform ist am Freitag beschlossen worden. Statt der bisher 16 Ringe wird es einen Innenstadt-Bereich geben und sechs Zonen rundherum. Auch der Preis der Isarcard verändert sich dadurch.

Update von Montag, 9. Juli 2018: 10.41 Uhr: 

Die Reform der MVV schlägt weiterhin hohe Wellen. „Einfacher und klarer“ soll die Tarifstruktur künftig sein. Günstiger soll’s auch werden – aber längst nicht für alle Nutzer. Hier erfahren Sie, wer von den Veränderungen besonders profitiert - und wer nicht. 

Auch auf die umliegenden Landkreise ändert sich ab Juni 2019 einiges. Was die Reform für die Landkreise Dachau und Starnberg bedeutet, erfahren Sie bei den Dachauer Nachrichten und des Starnberger Merkur. 

Update von Freitag, 6. Juli 2018 12.30 Uhr: Reform beschlossen

Die Tarifreform ist am Freitag beschlossen worden. Oberbürgermeister Dieter Reiter äußerte sich nach dem Beschluss erfreut: „Wir haben heute gemeinsam eine Reform beschlossen, die allen Fahrgästen zugutekommt. Das Tarifsystem wird einfacher, klarer und bietet den Kunden mehr fürs Geld. Mir war es besonders wichtig, dass die Münchnerinnen und Münchner bestmöglich profitieren und wir gleichzeitig die erfolgreiche Kooperation mit der Region intensivieren.“

Auch die Stadtrats-SPD lobte die Neuerungen: „Die Tarifstruktur wird einfacher und gerechter, das macht den öffentlichen Nahverkehr attraktiver. Wer den ÖPNV regelmäßig nutzt, hat Vorteile und genau das ist das Ziel“, sagt Stadträtin Simone Burger.

Nach der Entscheidung hat sich auch die Aktion Münchner Fahrgäste zu Wort gemeldet: „Für die Münchner Fahrgäste ist die Tarifreform ein großer Meilenstein“, so Stefan Hofmeir, Sprecher der Aktion. „Endlich fallen die hohen Preissprünge an den Zonengrenzen weg.“

Der Sprecher kritisiert aber auch: „Der beste Tarif nützt nichts, wenn die Verkehrsmittel dann hoffnungslos überlastet sind und man erst gar nicht einsteigen kann“, sagt Hofmeir . Die Aktion Münchner Fahrgäste fordert deshalb einen schnellen und massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in München.

Wenn der Münchner Stadtrat und die Kreistage der Verbundlandkreise zustimmen, - was als gesichert gilt - wird der neue Tarif zum 9. Juni 2019 in Kraft treten.

Die Erstmeldung von Freitag, 6. Juli 2018 8 Uhr: So viel kostet die M-Zone

Letzte Streitpunkte sind ausgeräumt, die MVV-Tarifreform steht. Am Freitag wollen die Gesellschafter – Stadt, Freistaat und Landkreise – eine Revolution beschließen.

Statt der 16 Ringe wird es ab 9. Juni 2019 einen Innenstadt-Bereich (M-Zone) und sechs Zonen außenherum geben. Der Preis für die Monatskarte der ­M-Zone soll, was politisch umkämpft war, „knapp unter 60 Euro“ liegen. Zum Vergleich: Für den gesamten Innenraum braucht man aktuell vier Ringe für 79,10 Euro. Teurer wird es künftig für reine Innenstadt-Fahrer – allein Ring 1 und 2 zu lösen, wird nicht mehr möglich sein.

Ein „Meilenstein“

Der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß (47, CSU), Sprecher der MVV-Landkreise, sprach von einem „Meilenstein“. Er sagt: „Die Reform bringt eine deutliche Vereinfachung – und für viele MVV-Nutzer, nicht alle, auch eine Vergünstigung.“

Lesen Sie auch: Rekordzahlen beim MVV: 716 Millionen Fahrgäste 

Eine deutschlandweit einzigartige Neuerung ist ein Sozialticket („Isarcard S“) für Bedürftige. Sie zahlen im Durchschnitt 50 Prozent des Normalpreises. Sozialtickets gibt es bisher nur in der Stadt und dem Landkreis München, künftig aber in allen Landkreisen. Berechtigte erhalten einen Code – sie können damit ihr Ticket am Automaten lösen. Der Preis der Streifenkarte (14 Euro) wird gleich bleiben. Die „Isarcard60“ für ältere Bürger wird zur „Isarcard65“, gilt künftig aber schon vor 9 Uhr. 

Lesen Sie auch: Er wird aus Bus geworfen und muss eine Stunde laufen - der Grund macht ihn fassungslos

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