Bilder von Verdächtigen unter Verschluss

Prügelattacke im Park: Mann in Lebensgefahr!

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Hier geschah das Verbrechen.

München - Gewaltexzess: Ein 18-jähriger Münchner ist von drei jungen Männern in der Altstadt brutal verprügelt und lebensgefährlich verletzt worden. Die Schläger sind flüchtig, es existieren aber Bilder von ihnen.

In einem Münchner Krankenhaus liegt seit Samstag ein Münchner Schüler (18) mit schwersten Gesichtsverletzungen. Kein Knochen in seiner linken Gesichtshälfte ist mehr heil, sogar die Augenhöhle ist gebrochen. Folge eines Gewaltexzesses, wie man ihn eigentlich eher aus Berlin kennt. Dort wurde erst in der letzten Woche am Alexanderplatz ein 20-Jähriger totgeprügelt.

Nun jagt auch die Münchner Mordkommission (Tel. 089 / 2910-0) drei feige Schläger. Fotos von ihnen gibt es bereits, weil sie kurz vor der Tat an einer Tankstelle in der Nähe einkauften. Sie werden voraussichtlich in einigen Tagen veröffentlicht. „Wir wollen den drei jungen Männern noch die Chance geben, sich freiwillig zu stellen“, sagt der Chef der Mordkommission, Kriminaloberrat Markus Kraus.

Die spektakulärsten Verbrechen Münchens

In seiner mehr als 850-jährigen Stadtgeschichte geschah in München schon so manches Verbrechen. Die einen oder anderen waren so bedeutsam oder schwerwiegend, dass sie den Eintrag in die Geschichtsbücher schafften. Wir stellen Ihnen hier einige der spektakulärsten Verbrechen Münchens vor. In das Gefängnis Am Neudeck (Bild) kam dabei auch so mancher Missetäter. © gs
Die Entstehung Münchens soll verschiedenen Quellen nach auf einem Verbrechen basieren. So ließ Heinrich der Löwe im Jahr 1158 die Zollbrücke des Bischofs von Freising bei Oberföhring zerstören, um "bei den Mönchen" eine neue Brücke zu errichten und so am Salzhandel zu verdienen. Rund um die Brücke auf Höhe der heutigen Ludwigsbrücke entstand so München. © Archiv
Im Jahr 1600 will Herzog Maximilian I. ein Exempel statuieren und lässt die völlig unschuldige Familie Pämb auf furchtbare Art und Weise foltern und anschließend bei lebendigem Leib als Hexen verbrennen. Paulus (57) und Anna (59) Pämb, ihre Söhne Gumpprecht (22), Michael (20) und Hans (11) sowie weitere Verdächtige sterben. © dpa
Die erfolglose Schauspielern Adele Spitzeder sucht sich 1872 ein lukratives Nebengeschäft und gründet die "Dachauer Bank". Damit zockt sie Tausende vertrauensseliger Geldanleger ab, das Geld verprasst sie. Der Gesamtschaden der in der Maxvorstadt lebenden Betrügerin: Acht Millionen Gulden. (im Bild Schauspielerin Claudia Bethke als Adele Spitzeder bei "Münchner Tatorte Rundgang")  © Jantz
Der "Maxvorstadt-Würger" Johann Berchtold erdrosselt im Jahr 1896 drei Frauen in der Karlstraße. Einmal geständig, werden ihm auch noch zwei weitere Morde in der Au zur Last gelegt, nachgewiesen werden können sie ihm aber nicht. © Hirschkäfer-Verlag
Am 21. Februar 1919 erschießt Graf Arco auf Valley den ersten bayerischen Ministerpräsidenten und Gründer des Freistaates Bayern, Kurt Eisner. Den Mord in der Prannerstraße begeht Valley, um seine "rechte Gesinnung" zu beweisen. Valley verbringt nur kurze Zeit im Zuchthaus und lebt bis 1945. © dpa
Am 17. August 1919 wird der 17-jährige Josef Apfelböck verhaftet. Er hatte seine Eltern erschossen, weil sie ihm auf die Nerven gegangen waren. Anschließend lebte er wochenlang mit den verwesenden Leichen in einer Wohnung. © gs
Der Aubinger Alchemist Franz Tausend beginnt 1924 seine jahrelangen Betrügereien, indem er vorgaukelt, aus Blei Gold gewinnen zu können. Die Millionen, die ihm Anleger nachschmeißen, steckt er in die eigene Tasche. © gs
Zwischen 1933 und 1945 regieren die Nazis in München. Zwölf Jahre voller Verbrechen und Unterdrückung. © dpa
Einer der schlimmsten Sexualverbrecher der Geschichte Münchens wird 1939 hingerichtet. Dem 33-jährigen Johann Eichhorn (übrigens der Enkel des "Maxvorstadt-Würgers") konnten 90 Vergewaltigungen und fünf bestialische Sexualmorde nachgewiesen werden. Sein Spitzname: Die Bestie von Aubing. © Repro: Haag
1951 kommt die "Pantherbande" vor Gericht. Sie bestand bei ihrer Gründung 1944 aus zahlreichen Jugendlichen, ihr Chef war ein 13-Jähriger. Nach zahlreichen kleineren Delikten schaukelten sich die Verbrechen immer höher, bishin zum Mord. © dpa
1960 sorgt der Fall Vera Brühne für Aufsehen. Die attraktive Lebedame wird verurteilt, weil sie gemeinsam mit ihrem Geliebten den Arzt Otto Praun sowie dessen Haushälterin aus Geldgier ermordet haben soll. Es entwickelt sich einer der aufsehenerregendsten Prozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte. © dpa
Am 10. Februar 1970 geschieht die erste Flugzeugentführung auf deutschem Boden. Der Zwischenfall ereignet sich auf dem Flughafen Riem, wird aber durch den heftigen Widerstand der Bordcrew einer El-Al-Maschine zerschlagen. © gs
Der erste Banküberfall mit Geiselnahme auf deutschem Boden endet am 4. August 1971 in der Prinzregentenstraße tödlich. Einer der Täter, Hans Georg Rammelmayr, sowie eine weibliche Geisel sterben im Kugelhagel. © Archiv
Am 5. September 1972 nehmen palästinensische Terroristen elf israelische Sportler während der Olympischen Spiele als Geisel. Alle elf Sportler, fünf Terroristen und ein deutscher Polizist sterben. © dpa
14. Dezember 1976: Industriellensohn Richard Oetker wird entführt und kommt nach tagelangem Martyrium, das ihn zum schwer Körperbehinderten macht, für 21 Millionen D-Mark wieder frei. © dpa
1979 kommt Dr. Mord vor Gericht. Er hat sich per Kontaktanzeige seine Opfer gesucht und mindestens drei Frauen brutal ermordet. © gs
Neonazi Gundolf Köhler zündet am 26. September 1980 eine selbsgebastelte Bombe am Haupteingang des Oktoberfests. 13 Menschen sterben, 211 werden verletzt. Ob der Täter alleine handelte oder politische Hintergründe eine Rolle spielten, wird nie geklärt. © dpa
Der Schauspieler Walter Sedlmayr wird am 14. Juli 1990 in seiner Wohnung von seinem Ziehsohn und dessen Halbbruder mit einem Hammer erschlagen. © dpa
22. Januar 1995: Bei der Fahndung nach einem Tankstellenräuber suchen Polizist Markus Jobst (21) und seine Kollegin Margit H. (24) den U-Bahnhof Bonner Platz ab - und laufen dem Killer Boro M. in die Arme. Margit H. überlebt. Markus Jobst aber zögert, schießt nicht - und wird vom Täter auf der Treppe erschossen. Dort legen seine Kollegen noch heute Blumen hin. Der Fall beeindruckte die jungen Polizisten besonders. Einer sagte: „Sowas machen wir oft. Wer denkt daran, dass sowas passieren kann...“ © Grabellus
Juni 1996: Ein Mörder in den eigenen Reihen schockte im Juni 1996 die Beamten der Schwabinger Polizeiinspektion. Der Kontaktbeamte Peter R. (damals 37 Jahre)lockte seine ehemalige Lebensgefährtin Gabriele L. und deren neuen Freund Thilo K. in eine Falle, betäubte beide und schlug ihnen Köpfe und Hände ab. Sein Motiv: 130 000 Mark, die er seiner toten Ex-Freundin stahl. Die Leichen wurden erst Wochen später gefunden. Peter R.  sitzt zur Zeit eine lebenslange Haftstrafe ab. © ap
Münchens schillerndster Paradiesvogel, der Modezar Rudolph Moshammer, wird von dem irakischen Stricher Herish A. (25) im Streit mit einem Kabel erdrosselt. © dpa
Marco Z. (22) ermordet am 22. Juni 2005 seine Ex-Freundin und deren Bekannte. Gemeinsam mit seinem Vater zerstückelt er die Leichen mit einem Samuraischwert und verteilt die Körperteile im Münchner Umland. © dpa
Millionärin Charlotte Böhringer wird am 15. Mai 2006 erschlagen im Penthouse ihres Parkhauses in der Baaderstraße aufgefunden. Ihr Neffe Benedikt T. (32) wird als Täter verurteilt. © Haag
17. September 2009: Der 50-jährige Dominik Brunner wird an der S-Bahn-Station Solln am hellichten Tag von zwei Jugendlichen zu Tode geprügelt, weil er Kinder vor den aggressiven Jugendlichen schützen wollte. Die Täter werden zu knapp zehn bzw. sieben Jahren Haft verurteilt. © dpa
Weitere spannende oder kuriose Fakten über die Landeshauptstadt finden Sie in dem im Hirschkäfer-Verlag erschienenen Buch "Absolut München - Das München-Sammelsurium". © 

Der ungeheuerliche Übergriff geschah in der Nacht zu Samstag um 1.40 Uhr in der Grünanlage an der Herzog-Wilhelm-Straße (Nähe Sendlinger Tor). Dort unterhielten sich zwei Schüler (18 und 17 Jahre) auf einer Bank. Plötzlich bauten sich drei hochaggressive Typen vor ihnen auf: „Verschwindet hier!“

Es kam zu einem kurzen Wortgefecht. Angesichts der Übermacht traten die Schüler den Rückzug an. Dabei wurden die beiden verfolgt, der 17-Jährige geschlagen. Er wollte fliehen, rannte los. Als er sich nach 50 Metern umdrehte, sah er seinen Freund am Boden liegen. Mindestens einer der Täter trat ihm gerade voll aufs Gesicht. Ein zufällig vorbeikommender Zeuge rief Polizei und Notarzt.

Täterbeschreibung der Polizei

1.) männlich, südländischer Typ, ca. 175 – 180 cm groß, ca. 20 Jahre alt, dunkle längere Haare; bekleidet mit schwarzer Jacke mit weißem Reißverschluss und schwarzer Mütze

2.) männlich, ca. 185 – 190 cm groß; bekleidet mit grauem Pulli mit Kapuze und schwarzem Cap mit Aufschrift und rotem Schirm

3.) männlich, ca. 180 cm groß, glatte kurze Haare, schlank

Zeugenaufruf

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

dop

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