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Radweg-Ärger um Lidl in Zweibrückenstraße - CSU spricht von „Schnellschuss ohne Kenntnis“

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Von: Sascha Karowski

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Der Lidl in der Zweibrückenstraße in München: Ein Radweg sorgt nun für Ärger.
Der Lidl in der Zweibrückenstraße in München: Ein Radweg sorgt nun für Ärger. © Götzfried

Wegen eines Radweges in der Zweibrückenstraße gibt es Ärger. Der Discounter Lidl kann offenbar nicht mehr gut beliefert werden. Die CSU will daher die Lieferzone verlegen lassen.

München - In der Zweibrückenstraße kann offenbar ein Discounter nicht mehr beliefert werden. Schuld daran soll ein neuer Radweg sein. Das schreiben CSU und Freie Wähler in einem Antrag. Darin fordert die Fraktion, die Anlieferzone für den Lidl-Markt in der Zweibrückenstraße 8 auch künftig unmittelbar vor dem Eingang zu genehmigen und durch eine entsprechende Markierung kenntlich zu machen.

München: Der Lidl in Zweibrückenstraße war als Pilotprojekt für urbane Großstadtlagen gestartet

Der Lidl in der Zweibrückenstraße sei für das Unternehmen ein Pilotprojekt für urbane Großstadtlagen, heißt es in der Antragsbegründung. Der Discounter richte sich insbesondere an Kunden im mittleren Einkommens-Kaufkraftbereich, die den Laden fußläufig erreichen wollen. 2018 sei im Zuge der Baugenehmigung auch das Anlieferkonzept genehmigt worden. Ein Jahr später sei dieses Konzept durch den Stadtratsbeschluss zum einspurigen Umbau der Zweibrückenstraße ohne nähere Begründung aufgehoben worden, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl.

Es sei lediglich eine Anlieferung über die nächste Querstraße als Alternative benannt worden. Dieser Schildbürgerstreich würde nicht nur dazu führen, dass das Bestücken der Filiale mit Frischwaren in den Morgenstunden aufgrund der langen Wege kaum mehr möglich sei. Es werde durch die neue Anlieferzone zudem der Schulweg der nahen Isarschulen gekreuzt. Faktisch wird eine Belieferung der Filiale nahezu unmöglich gemacht. Damit bestehe die Gefahr einer Schließung.

CSU-Chef Manuel Pretzl: „Grün-roter Schnellschuss ohne Kenntnis der Lage vor Ort“

„In dieser zentralen Lage gibt es kaum noch Märkte in der Lidl-Preisklasse“, sagt Pretzl. „Die Filiale sichert bezahlbare Versorgung mit Lebensmitteln für viele Menschen. Leider hat die grün-rote Stadtregierung auf diese Menschen keine Rücksicht genommen, sondern einmal mehr einen ideologisch motivierten Schnellschuss ohne Kenntnis der Lage vor Ort fabriziert.“

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