Weg frei für die Radler

München: An Knotenpunkten mitten in der Stadt - neue Radwege kommen

Der künftige Radstreifen auf der Rosenheimer Straße in München.
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Weg frei für den Radweg: Der künftige Radstreifen auf der Rosenheimer Straße in München.

Die Stadt München bekommt neue Radspuren. Jedenfalls haben die Arbeiten an einem ehemaligen Pop-u-Radweg schon begonnen. Die Farbe hat sich allerdings geändert.

München - Im vergangenen Jahr war’s noch ein Versuch, jetzt kommen mehrere Radlprojekte als Dauer-Lösung ins Rollen. Vier der Strecken, die als Pop-up-Radwege erprobt worden waren, bleiben nun langfristig – und bei einem haben die Markierungsarbeiten schon begonnen, nämlich an der Rosenheimer Straße zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße (Haidhausen).

Jeweils die rechte Fahrspur wird dort in beiden Richtungen in Radlstreifen umgewandelt. Die Arbeiten sollen laut Stadt drei Wochen dauern. Die Farbgebung erfolgt zunächst in Weiß – das ist jedoch nur eine Übergangslösung. Wie die Radwege konkret auf Dauer gestaltet werden, wird im Laufe des Jahres entschieden.

München - Hier entstehen neue Radwege

Weitere neue Radwege entstehen in der Elisenstraße zwischen Lenbachplatz und Dachauer Straße, der Theresienstraße zwischen Türken- und Schleißheimer Straße sowie an der Gabelsbergerstraße zwischen Arcis- und Türkenstraße. Dort wird aber laut Stadt zunächst noch der Fahrbahnbelag saniert, ehe die Markierungen kommen. Auch an der Zweibrückenstraße will der Stadtrat einen festen Radlstreifen. Doch dort verhindern Bauarbeiten eine Umsetzung in diesem Jahr. Nach Meinung des Mobilitätsreferenten Georg Dunkel (parteilos) verbessern die weiß markierten Radwege die Verkehrssicherheit für die Radler „ganz erheblich“.

Im Sommer 2020 wurden in München an sechs verschiedenen Orten Pop-up-Radwege errichtet. Im Winter wurden die Pop-up-Radwege wieder abgebaut. Das sorgte für Frust vielen Münchner Radler:innen.

Das sagen die Münchner zu dem Projekt

Das hat Zukunft: Ich finde es gut, dass es hier bald einen Fahrradstreifen gibt. Man freut sich als Radfahrer immer über einen sicheren Radweg. Mit dem dichten Verkehr ist es sonst ein Krampf. In den Niederlanden hat Radfahren eine viel höhere Priorität. Für mich das Verkehrskonzept der Zukunft! Elias Löbel (20), Student aus München

Das hat Zukunft, findet Elias - Student aus München.

Mehr Farbe wäre gut

Mehr Farbe wäre gut: Mehr Radwege sind gut, aber diese Radstreifen bergen trotzdem ein Risiko. Oft beachten die Autofahrer die Wege nicht oder parken sie zu. Ich fände es besser, wenn die Streifen mit gelber oder roter Farbe markiert wären. Sarah Kleiber (29), Ärztin

Mehr Farbe wäre gut.

Fahre Umweg: Der Radstreifen hier ist mir zu unsicher. Die Autos haben nur eine Spur und parken dauernd auf dem Fahrradstreifen. Ich weiche stattdessen auf die Balanstraße aus. Lieber sollte man den Radweg dort ausbauen, das wäre für alle sicherer. Christa Wolf (74), Rentnerin

Der Radstreifen ist mir hier zu unsicher, sagt Rentnerin Christa W. Die 74-Jährige fährt lieber Umwege.



(kv)Umfrage: A. Voelkel, M. Schlaf/A. Schmidt) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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