Winterdienst ade, Putzen ist angesagt

München räumt jetzt auf!

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Viel zu räumen gab es für die Winterdienste in den vergangenen Monaten nicht.

Schnee auf Veilchen und Forsythien: Frostige Temperaturen und dicke Flocken in diesen Tagen treffen vielleicht frühjahrsgestimmte Münchner hart.

Für die städtischen Räum- und Streutrupps ist aber ganz offiziell noch Winter – bis 31. März haben über 1000 Mann Bereitschaft. Davon gehören 400 dem Straßenreinigungsbataillon an; sie haben die lauen Temperaturen der vergangenen Monate immer wieder für einen vorgezogenen Frühjahrsputz genutzt. „Rein. Und sauber. Unsere Stadt.“ Dieses Motto hatte OB Christian Ude einer Kampagne zum Jubiläumsjahr 2008 vorgegeben.

Viel Schnee gab es in dieser Winterdienstsaison ohnehin nicht: Mickrige 16 Zentimeter kamen zusammen, auf mehrere Tage verteilt. Erst ab drei Zentimetern Höhe greifen die Geräte, wie Baureferatssprecherin Dagmar Lezuo erklärt. Spektakulärer seien die Streueinsätze wegen gefrierender Nässe am 30. Dezember und am 15. Februar gewesen.

Die Ostertage ab Gründonnerstag erhöhten die Kostenbilanz um rund 370 000 Euro auf rund 10,2 Millionen, eine Million mehr als zum selben Zeitpunkt 2007. Allein die tägliche Bereitschaft schlägt mit 35 000 Euro zu Buche. Pro Tag. Günstig ist dafür der Preis für die Zusatz-Reinlichkeitsaktion der Stadt: 258 000 Euro fallen jährlich dafür an. Das Standardprogramm fürs Putzregiment der Stadt ist die Reinigung von 1200 Kilometern Straßen und 900 Kilometern Radwege, 800 Kilometern Gehwege und 104 000 Quadratmetern Fußgängerzone. 6000 Tonnen Müll kommen dabei im Jahr zusammen, allein in der Fußgängerzone täglich drei Tonnen. Die Gartenbauabteilung kümmert sich um Grünanlagen und Spielplätze, für das sogenannte Straßenbegleitgrün außerhalb des Mittleren Rings werden Fremdfirmen eingesetzt, ebenfalls in den Hochwasserwiesen entlang der Isar.

Inzwischen wurden bereits 260 neue Hundekot-Tütenspender aufgestellt, insgesamt sind es jetzt über 300, vor allem in städtischen Grünanlagen. Im Sommer werden in all diesen Bereichen zusätzliche Flächenreinigungen und Abfallbehälterleerungen vorgenommen. Papierkörbe in der Fußgängerzone werden dreimal täglich, auf Bedarf noch öfter geleert. Vielerorts wurden neue Abfallbehälter aufgestellt, allein an der Münchner Freiheit wurde ihre Zahl von 45 auf 55 aufgestockt.

Quelle: tz

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