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Rammstein plant Silvesterkonzert in München: Stadt mit Bedenken – zwischen Sicherheit und Mega-Event

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Von: Felix Herz

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Rammstein-Konzerte fallen für gewöhnlich in die Kategorie „Mega-Event“. Kann das auf der Theresienwiese neben dem Wintertollwood klappen?
Rammstein-Konzerte fallen für gewöhnlich in die Kategorie „Mega-Event“. Kann das auf der Theresienwiese neben dem Wintertollwood klappen? © Gonzales Photo / IMAGO

Die deutsche Kult-Band Rammstein will an Silvester ein Mega-Konzert auf der Theresienwiese geben. Die Stadt sieht Chancen – KVR und Polizei haben Bedenken.

München – Silvester, Rammstein, 145.000 Zuschauer – Rahmenbedingungen, die bei der für ihre gigantischen Konzerte bekannte Band Rammstein nicht für Verwunderung sorgen dürften. Setzt man jedoch als Veranstaltungsort die Münchner Theresienwiese dazu, gerät die theoretische Umsetzbarkeit etwas ins Wanken.

Gut, die Theresienwiese empfängt Millionen von Besuchern zum Oktoberfest, das nun erstmals seit zwei Jahren wieder stattfinden soll. Die Kapazitäten sind also da – doch findet gleichzeitig auch das traditionelle Windertollwood statt. Da wird es schon ein wenig eng, von der Lärmbelästigung für das eher gemütlich ins neue Jahr feiernde Tollwood ganz zu schweigen.

Rammstein-Konzert zu Silvester auf der Theresienwiese: Werbeeffekte und Umsatzplus

Es sind diese und mehr Fragen, mit denen sich die Stadt, Verwaltung, Behörden, Organisatoren und Administrationen auseinandersetzen müssen. Tendenzen sind bisher klar zu erkennen: Es wird erwartet, dass der Stadtrat am Mittwoch, 10. August, grünes Licht für die grundsätzliche Vergabe der Theresienwiese als Veranstaltungsort geben wird.

In der Sitzungsvorlage des Referats für Arbeit und Wirtschaft heißt es: „Der Veranstalter erwartet zirka 145 000 Zuschauer zu dem Konzert von Rammstein auf der Theresienwiese“. Das Amt sieht hier positive Effekte der Großveranstaltung: Ein weltweiter Werbeeffekt würde eintreten, Hotellerie und Gastronomie ein starkes Umsatzplus erwarten.

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Rammstein in München: Bedenken der Behörden und Sicherheitsverantwortlichen

Etwas kritischer sieht zum Beispiel das Kreisverwaltungsreferat (KVR) die Idee. Als genehmigende Behörde hat es die Sicherheit und Organisation des Events im Blick. KVR-Sprecher Tobias Kapfelsberger nannte ein paar Beispiele. Rettungs- und Fluchtwege seien in Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr zu klären und die An- und Abreise der Besucher müsse geplant werden.

Ganz zu schweigen von eben jenem Event, das bereits an Silvester auf der Theresienwiese stattfindet. Das Wintertollwood. Dessen Veranstalter meldeten sich bereits zu den Plänen zu Wort. Zumal die nur rund vier bis fünf Monate lange Vorbereitungszeit „auf jeden Fall eng“ seien, so Kapfelsberger. Vom Veranstalter Leutgeb Entertainment Group war dazu zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. (fhz)

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