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Größerer Polizeieinsatz am Rangierbahnhof: Passanten melden Schüsse - Mehrere Streifen rücken an

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Von: Franziska Konrad

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Am Rangierbahnhof Nord kam es am Donnerstag zu einem größeren Polizeieinsatz (Symbolbild).
Am Rangierbahnhof Nord kam es am Donnerstag zu einem größeren Polizeieinsatz (Symbolbild). ©  Philipp Guelland

Jugendliche lösten am Donnerstagabend in München einen größeren Polizeieinsatz aus. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Passanten hatten am Rangierbahnhof Schüsse gemeldet.

München - Zu einem größeren Einsatz kam es am Donnerstagabend, 5. Mai, am Rangierbahnhof München Nord: Passanten meldeten Schussgeräusche. Die Polizei war rasch vor Ort - und konnte die Situation aufklären.

Gegen 18 Uhr informierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München die Bundespolizeiinspektion München über vermeintliche Schüsse südlich des Rangierbahnhofes Nord. Ersten Erkenntnissen zufolge sollten diese von einer Jugendgruppe ausgehen, die sich am Rangierbahnhof aufhielt. Mehrere Streifen von Bundes- und Landespolizei sowie der Hubschrauber der bayrischen Landespolizei waren zur Fahndung im Einsatz.

München: Polizeieinsatz am Rangierbahnhof - Polizei sperrt gesamten Bereich ab

Laut einer Pressemitteilung der Polizei München veranlassten die Beamten umgehend eine Streckensperrung für den gesamten Rangierbahnhof und für Teile der S1-Strecke. Wenig später konnten die Polizisten fünf Jugendliche aus München festnehmen. Bei der Durchsuchung der 13 bis 16-Jährigen kamen bei einem 13-Jährigen 50 Böller ohne gültiges Prüfzeichen, ein Butterflymesser und bei einem 15-Jährigen ein Einhandmesser zum Vorschein. Die Gegenstände wurden von den Beamten sichergestellt.

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Nach derzeitigem Ermittlungsstand warfen die Jungen Böller in einen Tunnel. Die darauf folgende Detonation nahmen Passanten als Schüsse wahr. Zur weiteren Sachbearbeitung brachten die Beamten die Jugendlichen zur Wache der Bundespolizei München, wo sie von ihren Eltern abgeholt wurden.

München: Passanten melden Schüsse - Polizei kann Entwarnung geben

Der Vorfall bleibt für die Teenager nicht ohne Folgen. Gegen den 13-Jährigen wird nun wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz ermittelt, gegen den 15-Jährigen wegen Verstoß gegen das Waffengesetz. Außerdem erwartet alle Fünf ein Bußgeldverfahren wegen unerlaubtem Aufenthalt im Gleisbereich. Wie die Polizei berichtet, kam es zu „leichten Beeinträchtigungen im Bahnverkehr“.

Mit einem aktuellen Aufruf wendete sich die Polizei mit einem Fahndung vor wenigen Tagen an alle Münchner. Samt Foto wird nach einem „kräftigen“ Mann gesucht. Noch mehr aktuelle Nachrichten aus München und der Region finden Sie auf tz.de/muenchen. (kof)

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