Polizei ermittelt in fünf Fällen

Anschlagsserie auf linkes Wohnheim im Westend

München - Auf ein linksalternatives Wohnprojekts im Münchner Westend sind in den verganenen Wochen mehrere Anschläge verübt worden. Erst in der Nacht auf Freitag kam es wieder zu einem Vorfall.

Am Donnerstag gegen 2 Uhr hörte eine Bewohnerin eines linksalternativen Wohnprojekts im Münchner Westend Geräusche am Haus. Als sie nach draußen sah, nahm sie zwei dunkel gekleidete Personen wahr, die vom Gebäude wegliefen. Durch diese Personen waren mehrere rote und schwarze Farbbeutel gegen die Hauswand geworfen worden. Dabei wurden neben der Hauswand auch das Nachbaranwesen und vier geparkte Fahrzeuge getroffen. Eine eingeleitete Sofortfahndung der Polizei nach den flüchtigen Tätern blieb ohne Erfolg.

Bei der Sachbeschädigung handelt es sich um den mittlerweile vierten Angriff auf das Anwesen. Bereits am 8. Mai trat eine dunkel gekleidete und teilvermummte Person in den Eingangsbereich und versuchte anwesende Bewohner mit Eiern zu bewerfen, was jedoch misslang. Es wurden auch Eier gegen die Hausfassade geworfen. Die Polizei wurde damals nicht verständigt. 

Am 12. Mai wurde durch einen unbekannten Täter der Schriftzug „Anti-Antifa“ in die Glaseingangstür eingeritzt. Auch in diesem Fall wurde die Polizei nicht gerufen.

Am Mittwoch 15. Mai wurden gegen 5.20 Uhr zwei Fensterscheiben im Erdgeschoss eingeworfen. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Polizei alarmiert und über sämtliche Delikte in Kenntnis gesetzt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist insgesamt von einem politisch motivierten Tathintergrund auszugehen.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Auch interessant

Kommentare