Im Englischen Garten

Regenbogenfahne vom Körper gerissen - Zwei Gruppen Jugendlicher streiten sich - bis die Lage eskaliert

Regenbogenfahne
+
Eine Regenbogenfahne war der Auslöser für eine körperliche Auseinandersetzung im Englischen Garten.

Eine Gruppe Jugendlicher ist am Christopher-Street-Day von anderen Jugendlichen im Englischen Garten angegriffen worden. Auslöser war eine Regenbogenfahne.

München - Sie wollten nur friedlich den Christopher-Street-Day feiern: Eine Gruppe Jugendlicher, unter anderem bestehend aus einem 16-Jährigen, einem 15-jährigen Mädchen (beide aus Freising) sowie einem 15-Jährigen (Landkreis Freising), befand sich am Samstag (10. Juli) bei den Volleyballplätzen im Englischen Garten. Sie trugen die Regenbogenfahne bei sich, als gegen 15.20 Uhr ein anderer 16-Jähriger beim Vorbeigehen dem 16-Jährigen aus der Gruppe die besagte Fahne vom Körper riss. Der junge Mann war in einer Gruppe mit einem zwei weiteren Jugendlichen aus dem Landkreis München (15 und 17 Jahre alt) unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Regenbogenfahne vom Körper gerissen: Zwei Jugendliche im Englischen Garten angegriffen worden

Das war der Auslöser dafür, dass die beiden Gruppen aneinander gerieten. Bei der körperlichen Auseinandersetzung schubste der 16-Jährige aus dem Landkreis München den 15-Jährigen aus dem anderen Freundeskreis zu Boden. Zusätzlich trat der 15-jährige Jugendliche (Wohnsitz im Landkreis München) dem auf der Erde liegenden Jungen in den Oberkörper und schlug dem Mädchen mit der Faust ins Gesicht. Die Zwei erlitten leichte Verletzungen.

Nach der Tat flohen die drei Jugendlichen. Doch die alarmierte Polizei schnappte sie sich kurz darauf und nahm das Trio vorläufig fest. Gegen sie ist nun ein Ermittlungsverfahren wegen räuberischen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet worden - die Eltern bekamen eine Benachrichtigung über das Ereignis.

Nach Vorfall im Englischen Garten: Polizei überprüft Motiv der Tatverdächtigen

Kurz nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen haben die Beamten die Drei wieder entlassen. Um die Ermittlungen kümmert sich das Kommissariat 44, wobei sie sich nicht nur mit den einzelnen Tathandlungen befassen, sondern auch mit dem genauen Hintergrund. Es wird geprüft, ob ein homophober Grund das Motiv der Tatverdächtigen war. (ly)

Regelmäßig, kostenfrei und immer aktuell: Wir stellen Ihnen alle News und Geschichten aus München zusammen und liefern sie Ihnen frei Haus per Mail in unserem brandneuen München-Newsletter. Melden Sie sich sofort an!

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare