Tierpark Hellabrunn, Museen, FC Bayern 

Konzerte, Kurse, Tickets: Hier können Münchner Rentner sparen

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Sie sind beide kulturbegeistert: Deswegen haben sich die Geschwister Hildegard Manchot (76) aus München und Werner Clauss (70) aus Germering für einen Besuch im Stadtmuseum zusammengetan. Als Rentner sparen sie die Hälfte des Eintrittspreises und bezahlen 3,50 Euro.

München - Ob ein Schnäppchen-Besuch bei einem Spiel des FC Bayern, günstige Tierpark-Tickets oder ein erschwinglicher Smartphone-Kurs: Wir haben einige der besten Spar-Angebote für Münchner Rentner gesammelt.

Städtische Museen, Kultur-Events und Tierpark Hellabrunn für Münchner Rentner

Günstiger kommen Senioren zum Beispiel in den Tierpark Hellabrunn: Wer einen Rentenausweis vorlegt oder über 65 Jahre alt ist, zahlt nur 10 Euro statt 14 Euro. Tierparkfans, die etwa Nashornbaby Puri öfter mal einen Besuch abstatten wollen, können über eine Jahreskarte nachdenken (42 statt 49 Euro).

Praktisch: „Im Tierpark gibt es viele Sitzgelegenheiten, die einen Besuch weniger anstrengend machen, oftmals mit tollem Ausblick auf Tiergehege“, so Verena Wiemann vom Tierpark. Außerdem biete der Tierpark einen kostenlosen Rollstuhlverleih (mit Voranmeldung) an.

In den städtischen Museen und Ausstellungen bezahlen Senioren meist nur den halben Preis: Im Jüdischen Museum München etwa 3 statt 6 Euro, im Lenbachhaus 5 statt 10 Euro oder im Stadtmuseum 3,50 statt 7 Euro.

Ebenfalls ein tolles Angebot bietet der Verein KulturRaum München: Bedürftige Senioren bekommen dort kostenlose Tickets etwa für Konzerte. Außerdem sammeln die Ehrenamtlichen auf ihrer Homepage unter dem Stichwort „Eintritt.frei“ Kultur-Events in München, die grundsätzlich kostenlos sind. Reinklicken lohnt sich auf alle Fälle!

München: Senioren Volkshochschule

Rund 700 Kurse warten in der Senioren Volkshochschule auf Wissbegierige. Sie sind etwas günstiger als die Kurse der regulären Volkshochschule. „Außerdem bieten wir ein reines Tagesprogramm - die Kurse enden gegen 18 Uhr“, sagt Leiterin Andrea Faragó (46).

Im Angebot: Etwa Kurse zu den größten Fehlern bei der Ruhestandsplanung (12 Euro) oder Pilates (67 Euro). Wer sich bei der Kurswahl noch nicht sicher ist, kann sich in den drei Seniorenbildungszentren (Stadtmitte, Schwabing und Giesing) beraten lassen.

Tipp: Für Senioren, die mehr als zwei Kurse belegen, lohnt sich schon die „Senior-Card“. Die kostet 30 Euro pro Programmlaufzeit - und gewährt 20 Prozent Rabatt auf alle Kurse des Seniorenprogramms.

Tickets für FC Bayern und EHC für Rentner in München

Bei Heimspielen des FC Bayern bekommen Senioren ab 65 Jahren auf Sitz- und Stehplätzen stolze 50 Prozent Rabatt. Allerdings schaut es für diese Saison mau aus: Alles ausverkauft! Bessere Chancen auf Tickets haben Mitglieder des Vereins. Auch hier kostet der Beitrag für Senioren mit 30 Euro pro Saison nur die Hälfte.

uch bei den Löwen gibt’s in den meisten Kategorien eine Ermäßigung: Ein Sitzplatz der Kategorie zwei ist für Rentner etwa für 24 Euro statt 28 Euro zu haben.

Wer mehr auf Eishockey steht, wird beim EHC Red Bull fündig: Hier kosten Sitzplatzkarten für Senioren 26 Euro statt 30 Euro. Stehplätze sind günstiger: 13 Euro (statt 17 Euro).

Bei den Bayern Baskets gibt’s ab 65 Jahren gleich die Hälfte Rabatt. Die Tickets der besten Kategorie kosten nur noch 21 Euro, die günstigsten 5 Euro.

Günstig zum Skispaß für Münchner Rentner

Vergünstigt oder gar gratis fahren Senioren in den fünf Alpen Plus Skigebieten (Sudelfeld, Brauneck-Wegscheid, Spitzingsee-Tegernsee, Zahmer Kaiser, Wallberg). Gegen Vorlage ihres Personalausweises erhalten Senioren ab 80 Jahren den Tagesskipass gratis (außer Wallberg).

Bei Kauf eines Saisonskipasses bis 30. November zahlen Senioren (ab 63 Jahren) 290 statt 330 Euro. Dieser ist gültig vom ersten bis zum letzten Tag der Saison in allen fünf Skigebieten.

Zudem erhält jeder Saisonskipass-Kunde einen Rabatt von 20 Prozent auf die Zwei- und Vier-Stunden-Tarife sowie Tageskarten für die Saunawelt monte mare Schliersee. Das Angebot „5 Tage aus der Saison“ (fünf Tage individuell wählbar) kostet ab 63 Jahren 130 statt 152 Euro.

Hier gibt's Computerkurse für Rentner in München

Das Smartphone ist der ständige Begleiter der Enkelkinder. Sie wollen auch wissen, wie moderne Technik funktioniert? Eine preisgünstige Alternative zu einem Computerkurs (je Anbieter etwa 150 bis über 300 Euro) ist die Mitgliedschaft im SeniorenNet Süd.

Der Verein wurde im Jahr 1996 in München gegründet und hat mittlerweile um die 200 Mitglieder. Für 40 Euro im Jahr können Senioren hier etwa lernen, wie sie sich ein Konto im sozialen Netzwerk Google+ anlegen. „Außerdem gibt’s auch kreative Kurse (beispielsweise zum Fotografieren) und gemeinsame Ausflüge“, sagt Vorstand Rainer Petsch (69).

Der München-Pass für Rentner

Ein übergreifendes Vergünstigungs-Paket für Senioren existiert in München nicht. Wer Grundsicherung bezieht, kann aber den „München-Pass“ beantragen. Mit ihm gibt’s Rabatte in Schwimmbädern, Kinos oder Museen.

Seniorenbeirats-Vorsitzende Ingeborg Staudenmeyer empfiehlt außerdem die Broschüre „Günstiger leben in München“ vom Sozialreferat (Kostenlos beim Seniorenbeirat abzuholen). Einer der Tipps Staudenmeyers: Die städtische Sing- und Musikschul (Schwanthalerstraße 40) bietet immer wieder kostenlose Konzerte an.

Senioren, die eine Behinderung haben, können außerdem eine monatliche Geldpauschale etwa für Taxifahrten beantragen (Bezirk Oberbayern, Prinzregentenstraße 14).

Steuertipps für Rentner

2016 steht voraussichtlich die kräftigste Rentenerhöhung seit zwei Jahrzehnten an. Doch viele Senioren haben die Sorge, durch die Erhöhung über die Grenze zur Steuerpflicht zu rutschen. Wie hoch diese ist, ist individuell unterschiedlich.

Auf jeden Fall nicht besteuert wird das „steuerliche Existenzminimum“: 8652 Euro (2016). Wer ohne Steuerabzug bleiben will, kann prüfen, ob er steuerliche Vergünstigungen in Anspruch nehmen kann: Etwa der Behindertenfreibetrag (bis zu 3700 Euro im Jahr), Spenden oder „haushaltsnahe Dienstleistungen“ (max. 4000 Euro) sowie Handwerkerleistungen (max. 1200 Euro).

Für mindestens 64-Jährige sieht das Gesetz außerdem den „Altersentlastungsbetrag“ vor. Er reduziert Arbeitseinkommen und andere Nebeneinkünfte (Zinsen, Mieten). Er beträgt 2016 22,4 Prozent solcher Nebeneinkünfte (max. 1064 Euro).

wei/lay

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