Reptilienstation vor dem Aus

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Dr. Markus Baur mit einer ausgesetzten Schildkröte.

München - Es wird ernst! Die Reptilienauffangstation am Englischen Garten steht vor dem Aus, weil das Geld knapp ist. Schon im Oktober könnte Schluss sein!

In der Auffangstation landen unter anderem exotische Tiere, die sich Bürger zugelegt haben, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob sie die Viecherl dauerhaft betreuen können. Viele setzen ihre Tiere dann aus oder geben sie in der Reptilienauffangstation in der Kaulbachstraße ab. Dort landen auch Fundtiere sowie jene Tiere, die Behörden beschlagnahmen.

Das Problem: Zu viele Tiere bleiben immer länger in der Station, die unter Platzmangel und finanziellen Problemen leidet. Das Geld, das Spender, Mitglieder und Tierpaten aufbringen, reicht einfach nicht mehr aus.

An die 900 Reptilien, Fische und Wirbellose Tiere werden derzeit in der Station beherbergt – darunter 20 Schnapp- und Geierschildkröten, 40 Giftschlangen, 50 Riesenschlangen, acht Kaimane und Alligatoren und 500 Wasserschild­kröten. Über 2000 Tiere landen jährlich in der Kaulbachstraße – und nicht alle können an fähige Privatleute vermittelt werden.

Wenn kein Wunder passiert, muss die von Dr. Markus Baur geleitete Einrichtung Ende Oktober den Betrieb einstellen! Was dann mit den Tieren passiert, kann niemand sagen. „Tierheime und Zoologische Gärten sind für diese Tierarten nicht gerüstet“, heißt es in einer Pressemitteilung der Station.

Heute will die Reptilienauffangstation in einer Pressekonferenz detailliert über die Lage berichten. Wer den Tierfreunden helfen will, kann sich außerdem im Internet unter www.reptilienauffangstation.de informieren.

WE

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