Schon wieder!

„Wie asozial kann man sein?“ Münchner nach Fund in Rewe stinksauer - Verwackeltes Foto zeigt, was er meint

Gleich zwei Entdeckungen in München - bei Kaufland und bei Rewe - sorgen bei Kunden für Ärger. Beiden platzte schlicht der Kragen.

Update vom 20. Februar 2021: Ein weiterer Supermarkt-Kunde hat sich über eine Fleisch-Entdeckung echauffiert. Diesmal war es - seinen Angaben zufolge - in einer Rewe-Filiale. Aber interessanterweise wie bereits im Januar, als eine vergleichbare Entdeckung bei der App Jodel hohe Wellen Schlug (siehe Ursprungs-Artikel unten), erneut in München.

„Alltag in Deutschland 2021“, schreibt der Rewe-Kunde mit ratlosem Emoji. „Wie asozial kann man sein?“ Was er meint, wird gleich klar: Irgendjemand hat es sich an der Kasse anders überlegt und eine Fleisch-Packung und einen Joghurt einfach unter den Kaugummis abgestellt. Ungekühlt!

Klar ist, dass so die Ware verdirbt. Und Menschen so dem Produkt Fleisch, hinter dem ein totes Tier steckt, zu wenig Respekt entgegenbringen. Ob die öffentlichen Appelle geschockter Supermarkt-Kunden daran etwas ändern?

Rewe hat in den ersten 17 Stunden übrigens nicht auf das Foto reagiert - aber dass jemand das Fleisch dort abgestellt hat, liegt sicherlich nicht an der Supermarkt-Kette.

Kaufland: Fleisch-Fund in München schlägt Wellen und sorgt für viel Ärger - „Menschen sind das Allerletzte“

Unser Artikel vom 22. Januar 2021: München - Die Entdeckung aus München, die jetzt bei der App Jodel Wellen schlägt, ist leider eine alltägliche. Und sie ist auch überhaupt nicht Kaufland anzulasten. Viele Supermarkt-Kunden haben beim Einkauf schon Tiefkühl-Produkte entdeckt, die andere Menschen auf dem Weg zur Kasse achtlos in den Regalen abgestellt haben. Und die sich keine Gedanken über die Konsequenzen gemacht haben: Die Ware verdirbt. Wenn diese noch jemand verzehrt, kann es sogar gesundheitsgefährdend sein. Und es ist schlicht Lebensmittelverschwendung.

Einem Kaufland-Kunden (oder einer -Kundin, die App ist bekanntlich anonym) ist nun der Kragen geplatzt. Mit dem Satz „Menschen sind das Allerletzte“ postete er bei Jodel das Foto eines Groß-Pakets Schweinerücken, 1,2 Kilogramm für 11,20 Euro, reduziert auf 5,59 Euro. Das Fleisch steht sichtlich außerhalb des Tiefkühl-Bereichs. Dass es sich um eine Kaufland-Filiale handelt, ist dem Logo auf dem Fleisch zu entnehmen.

Kaufland-Fund ärgert den Entdecker: „Die Leute sollen es kaufen oder gekühlt lassen“

„Die Leute sollen es kaufen oder gekühlt lassen“, schimpft der Kunde. „Aber sowas tut mir im Herzen weh. Da muss das Tier schon für sterben und dann sowas.“ Ein anderer Nutzer pflichtet dem Kopfschütteln bei. „Doppelt traurig. Einmal, weil es ungekühlt rumliegt und einmal, weil derjenige offenbar keine 6,20€ mehr hat um es mitzunehmen“, schreibt er (wobei 5,59€ korrekt wäre).

Das Fleisch lag achtlos außerhalb des Tiefkühl-Bereichs. Dass es sich um eine Kaufland-Filiale handelt, ist dem Logo zu entnehmen.

Was passiert mit Fleisch oder anderen Tiefkühl-Produkten, die in den Gängen zu finden sind? Hier herrscht Uneinigkeit. „Muss entsorgt werden. Immer“, meint ein Nutzer. Ein anderer, der nach eigenen, nicht bestätigten Angaben, in einem nicht näher genannten Markt tätig ist, sagt: „Ich arbeite in einem Supermarkt und ich kann euch sagen, wenn es sich noch halbwegs kühl anfasst, kommt es wieder rein.“ Er sei „nicht berechtigt, irgendwelche Artikel als Verluste einzutragen, und wenn die Anweisung so lautet, dann mach ich das halt.“

Wie es - Vorgaben hin oder her - in der Praxis bei welcher Supermarkt-Filiale tatsächlich gehandhabt wird, kann wohl niemand genau wissen. Doch eigentlich ist es ganz einfach: Wer ein Kühl- oder Tiefkühl-Produkt auf dem Weg zur Kasse doch nicht kaufen möchte, soll es ganz einfach zurückbringen und Lebensmitteln so die nötige Wertschätzung entgegenbringen. Ein Kaufland-Foto aus Bayern hat derweil öffentlichen Knatsch ausgelöst. Amüsant ist, dass einem Kaufland-Kassierer ein Spruch gegenüber einer Kundin einfiel, als er ihren Einkauf sah. (lin)

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