Tiere waren schon bekannt

Aus dem Nichts: Münchner wird von Hunden attackiert und schwer verletzt - Fall hat eine Vorgeschichte

Hunde spielen im Garten
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Von Hunden der Rasse Boerboels (r.) wurde ein Münchner schwer verletzt.

In München haben zwei Hunde einen Passanten auf offener Straße urplötzlich angegriffen und ihn schwer verletzt. Die Tiere waren bereits behördlich bekannt.

München - Ein 45-jähriger Mann ist von zwei Hunden unvermittelt angegriffen und schwer verletzt worden. Der Passant war am Dienstag (27. Juli) gegen 12 Uhr auf der Riemer Straße in München-Riem* unterwegs, als die beiden Hunde eines 59-jährigen Münchners ihn attackierten, wie die Polizei München* mitteilt.

Nach der Hundeattacke flüchtete der Verletzte etwa 100 Meter weiter auf eine Parkbank. Ein Zeuge fand und betreute ihn. Der Rettungsdienst und die Polizei wurden sofort benachrichtigt. Ein Notarzt musste letztendlich die vielen Verletzungen des Opfers versorgen. Zur weiteren Behandlung wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Hunde attackieren Mann aus dem Nichts: Tiere sind derzeit im Münchner Tierheim untergebracht

Die Hunde gehören zur Rasse der Boerboels, einer südafrikanische Schutz- und Wachhundrasse vom Typ Mastiff, schreibt die Polizei weiter. Sie sind in Bayern nicht als Kampfhunde gelistet. Das Kreisverwaltungsreferat München* hat die Polizei angewiesen, die beiden Tiere dem Besitzer wegzunehmen und sie im Münchner Tierheim unterzubringen.

„Das Verfahren zur Haltungsuntersagung läuft“, so die Polizei. „Außerdem wurde ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.“

München: Attacke auf offener Straße - Hunde sind bereits seit 2019 behördlich bekannt

Die beiden Hunde sind jedoch schon seit November 2019 behördlich bekannt - wegen zwei Fällen. Die Tiere haben beim ersten Vorfall einen anderen freilaufenden Hund attackiert, der allerdings ohne Verletzungen davon kam. Beim zweiten Fall waren die Hunde angeleint und rauften sich mit zwei weiteren Artgenossen. Die Halter der anderen Hunde wurden hier verletzt, da sie zum Schutz ihrer Tiere in die Rauferei eingegriffen haben.

Daraufhin nahm das Kreisverwaltungsreferat dem Mann die beiden Hunde weg - er bekam sie wenig später nach einem Gutachten eines Sachverständigen und unter Leinenzwang sowie einem später aufgehobenen Maulkorbzwang zurück. Der Gutachter hielt den Mann als Halter geeignet und seiner Ansicht nach waren die Hunde nicht gesteigert aggressiv. (ly) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Im Mai ist es in München-Laim* bereits zu einem Hunde-Angriff gekommen, bei dem ein freilaufender Rottweiler eine Familie angegriffen* hat.

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