„Schwimme lange Strecken nie allein"

Drama in München: Schwimmer geht in Stadtsee unter - Großangelegte Suche bislang ohne Erfolg

In München geschah ein tragischer Badeunfall. Ein Schwimmer ging im Riemer See plötzlich unter. Ein Großaufgebot der Rettungskräfte konnte ihn bis jetzt nicht finden.

  • Am Sonntag ging ein Mann im Riemer See in München* unter.
  • Ein Großaufgebot der Rettungskräfte suchte nach dem verunglückten Schwimmer.
  • Noch immer ist der Schwimmer nicht gefunden.

Update vom 13. August 2020, 11.55 Uhr: Die Polizei äußert sich nun erneut zur Suche nach dem Schwimmer, der am Sonntag (9. August) am Riemer See untertauchte und nicht mehr an die Oberfläche gelangte (siehe Erstmeldung). Bei den ersten Rettungsmaßnahmen konnte der Mann nicht gefunden werden.

Am Dienstag (11. August) wurde der See erneut mit einem Sonargerät abgesucht. 13 hier ausfindig gemachte Stellen im See wurden anschließend am Mittwoch (12. August) von 6 bis 14 Uhr von Polizeitauchern überprüft. Wie sich dann herausstellte, handelte es sich bei den Stellen, die überprüft wurden, allerdings lediglich um Objekte wie Röhren, Betonquadrate und eine Tauchglocke.

Bei den mehrtägigen Suchmaßnahmen wurde bisher keine vermisste oder untergegangene Person gefunden, so die Polizei weiter. Es war eine Vielzahl an Einsatzkräften, wie Polizeitaucher, Einsatzboote und der Polizeihubschreiber eingesetzt. Die Ermittlungen hierzu werden beim Kommissariat 14 (Vermissungen) geführt.

Drama in München: Mann ertrinkt in Stadtsee - Jede Hilfe kommt zu spät 

Update vom 11. August 2020, 09.55 Uhr: Laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird die Suche nach dem untergegangenen Schwimmer am heutigen Dienstag fortgesetzt. Trotz intensiver Suche sei der geübte Schwimmer noch nicht gefunden worden, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit. Laut dem Polizeipräsidium München setzen die Einsatzkräfte die Suche nach dem Unbekannten im Riemer See fort.

Erstmeldung: München -  Am Sonntag, den 09.08.2020 um 17:30 Uhr sah der Wachleiter der Wasserwacht München-Riem einen Schwimmer, der im Riemer See in München offensichtlich Schwierigkeiten hatte, sich über Wasser zu halten.

Der Mann geriet nach Angaben der Kreiswasserwacht München mehrfach mit dem Kopf unter Wasser. Die Wasserwacht München-Riem setzte sofort einen Notruf ab. Die diensthabende Wachmannschaft reagierte sofort, um dem Schwimmer zu helfen. Wasserretter und ein Taucher fuhren mit dem Rettungsboot zur Unglücksstelle, setzten eine Markierungsboje für die nachrückenden Einsatzkräfte und suchten sofort den Bereich unter Wasser ab.

München Riemer See: Großaufgebot an Einsatzkräften sucht den Mann - ohne Erfolg

Die Feuerwehr München, DLRG, Rettungsdienst und Polizei unterstützten schon Minuten später die Einsatzkräfte der Wasserwacht mit weiteren Einsatzkräften. Acht Taucher suchten im Wasser, zwei Helikopter aus der Luft in der Hoffnung den Mann zu finden und auch ein Sonar wurde durch die Wasserwacht eingesetzt, wie die Kreiswasserwacht München in einer Mitteilung angab.

Trotz der schnellen Reaktion der Helfer und der umfangreichen Suche, musste der Einsatz leider, nach fast zwei Stunden, ohne Erfolg abgebrochen werden. Der vermutlich untergegangene Mann konnte nicht gefunden werden.

München Riemer See: "Schwimme lange Strecken nie allein"

Die Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes appelliert immer wieder an die Baderegeln, von denen eine besagt: „Schwimme lange Strecken nie allein.“ Sollte ein Schwimmer in Not geraten, kann ein Freund, der ihn begleitet schnell Hilfe leisten, bevor es zu solch einem Unglück kommt.

Durch den starken Regen zu Beginn letzter Woche liegt der Pegel der Isar noch immer bei Meldestufe 2. Die Stadt rief am Donnerstag ein Badeverbot für das komplette Stadtgebiet aus. Inzwischen sind die Niederschläge vorbei und haben tropischen Temperaturen Platz gemacht. Deutsche Metropolen schwitzen bei der Tropen-Hitze. Doch ein Wetter-Phänomen weist München eine erstaunliche Sonderrolle zu.

Ein zweijähriger Junge hatte in einem Waldbad in Waldkraiburg mehr Glück. Das Kind trieb bewusstlos im Nichtschwimmerbecken aber ein Badegast reagierte genau richtig - und in letzter Sekunde. Die Reanimierung des Jungen war erfolgreich. Zu spät kam die Hilfe leider für eine Schwimmerin im Langbürgner See bei Rosenheim.

Rubriklistenbild: © Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes

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