Stadtratspläne von Rot-Grün

Neue Pläne für günstige Wohnungen

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Die Stadt will mehr davon: Hier ensteht ein Wohnhaus.

München - Die Stadt soll mehr und günstiger bauen: Am Dienstag will Rot-Grün im Stadtrat den Neubau der städtischen Gesellschaften Gewofag und GWG praktisch verdoppeln.

Künftig sollen pro Jahr 1000 Wohnungen statt bisher geplanten 500 entstehen. Dazu sollen 150 Millionen Euro aus der freiwilligen Pensionsrücklage in den Neubau umgeschichtet werden. Es geht um günstigen Wohnraum: Bei den städtischen Gesellschaften kostet der Quadratmeter keine 7 Euro.

Zwar seien in seiner Amtszeit bereits 120 000 Wohnungen entstanden. Gemessen am immer stärkeren Zuzug der letzten Jahren sei das aber noch zu wenig, sagte OB Christian Ude (SPD) bei der Vorstellung der rot-grünen Bilanz. Darum will die Stadtratsmehrheit den Bau mit mehr Geld, Personal und der günstigen Vergabe von Grundstücken an Genossenschaften fördern. Auf die Kritik der Opposition, dies zu spät und erst im Wahlkampf zu entdecken, sagte Fraktionschef Ale­xander Reissl: Es kommt nicht nur auf die Kritik, sondern auch auf die Umsetzung an: „Die zusätzlichen 150 Millionen waren unsere Idee und nicht die der anderen.“

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Auch bei der Kinderbetreuung gilt für Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD): „Wir bauen weiter wie die Weltmeister.“ Das Angebot für Ein- bis DreiJährige werde bis Jahresende von 54 auf 67 Prozent steigen. Das Programm bis 2016 sehe 306 Millionen Euro vor. Beim Klimaschutz bedürfe es gewaltigen Anstrengungen, bekannte Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne). 62 Dienststellen seien saniert worden. Das spare 800 000 Euro an Energie und 3000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Der Schuldenstand pro Einwohner betrage nur noch 960 Euro: der niedrigste Stand seit 1987.

Die CSU wirft Rot-Grün bei der Bilanz Tricks und Ideen-Klaus vor. Und: Der künftige Ausbau der ­U-Bahn fehle ganz.

DAC

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