Auch Naturgewalten bereiteten Probleme

München droht großes S-Bahn-Chaos: Dringende Empfehlungen für Betroffene

Links das gesperrte Gleis der S7 bei Icking - rechts wartende ÖPNV-Nutzer im Streik-Chaos der GDL
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Links das gesperrte Gleis der S7 bei Icking - rechts wartende ÖPNV-Nutzer im Streik-Chaos der GDL.

Die Naturgewalt und die GDL bereiten dem ÖPNV in München - bzw. seinen Nutzern - Probleme. Am Donnerstag steht schon das nächste Unheil an: es wird wieder gestreikt.

München - Vier Tage Regen am Stück, rund 60 Liter pro Quadratmeter: Nach einem Erdrutsch an der A94 am Montag machten auch mehrere Böschungen an Bahngleisen schlapp. Am Dienstag wurde die S7 nach Wolfratshausen gestoppt. Für die Bahn-Pendler ist das nur ein kleiner Vorgeschmack: Ab Donnerstag früh streiken die Lokführer für fünf Tage! Auch die S-Bahnen sind betroffen*.

München: S-Bahn-Chaos wegen Erdrutsch im Westen

Erdrutsche: Das Ungemach für Bahnfahrer begann schon Montag Nachmittag: Zwischen Tutzing und Unterzeismering rutschte an einer Baustelle rund 20 Meter unterhalb der Gleise Erdreich ab. Die Bahnstecke musste komplett gesperrt werden. Nahverkehrszüge aus München Richtung Weilheim und Kochel endeten schon in Tutzing, es gab Schienenersatzverkehr. Am Dienstag gaben die Statiker der Bahn ein Gleis frei, sodass wieder Züge fahren konnten. Allerdings gab es je fünf bis 20 Minuten Verspätung, einzelne Bahnen fielen aus.

Am Dienstag um halb elf dann Erdrutsch-Alarm auch an der S7* von München nach Wolfratshausen. „Durch die Niederschläge ist Erde im Hang aufgeweicht und auf die Gleise gerutscht“, hieß es bei der Bahn. Ein Experte müsse den Hang begutachten, anschließend die Erde von den Gleisen entfernt werden, ehe wieder S-Bahnen auf der Strecke verkehren können. Die Züge aus München wendeten schon in Ebenhausen-Schäftlarn, es gab Ersatzverkehr mit Bussen. „Wir rechnen mit einer Freigabe des Gleises voraussichtlich im Laufe des morgigen Tages“, hieß es bei der Bahn.

München droht S-Bahn-Chaos - GDL-Streik legt öffentlichen Nahverkehr lahm

Bahnstreik: Klar ist hingegen, dass es ab Donnerstag früh um 2 Uhr im gesamten Bahnverkehr zu heftigen Zugausfällen und Verspätungen wegen des fünftägigen Streiks der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GdL) kommen wird. Schon am Mittwoch wird der Güterverkehr bestreikt. Es wird zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. „Die Deutsche Bahn bietet dennoch ein verlässliches Grundangebot“, heißt es auf ihrer Homepage. „Trotzdem können wir in dieser Situation nicht garantieren, dass alle Reisenden an ihr Ziel kommen.“ Schon am vergangenen Wochenende strandeten viele Reisende deswegen.

Beim MVV* will man für einen Notfahrplan sorgen: „Die S-Bahn München erarbeitet für diesen Zeitraum einen Ersatzfahrplan, um ein verlässliches Grundangebot sicherzustellen“, heißt es beim Verkehrsverbund. „Die S-Bahn-Linien verkehren mindestens im Stundentakt, auf mehreren Linienabschnitten auch alle 20 bis 40 Minuten.“ Sowohl DB als auch MVV empfehlen, sich im Internet über das aktuelle Zug-Angebot zu informieren. (we)*tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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