"Notfallinformation hat gut funktioniert"

So erklärt die S-Bahn die Info-Pannen vom Dienstag

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Die Anzeigen an den S-Bahnhöfen waren meist ziemlich verwirrend – genauso wie die Durchsagen über die Lautsprecher.

München - Mehr als zwei Stunden war am Dienstag im Feierabendverkehr die S-Bahn-Stammstrecke gesperrt. Und wieder klagen viele Pendler über schlechte Fahrgast-Informationen.

Bei der U-Bahn zeigten die Bildschirme nur an, dass die U 4 nicht verkehrt. Bei der S-Bahn hinterließen die Anzeigen Ratlosigkeit. Die Ansagen waren widersprüchlich und in Pasing sowie am Ostbahnhof zu wenig und auch kaum verständlich. An beiden Bahnhöfen gaben die Defas-Anzeiger auch keine Information, von welchem Gleis welche S-Bahn ins Umland abfährt. Als Folge irrten die Menschenmassen von Bahnsteig zu Bahnsteig auf der Suche nach ihrem Zug. Die tz sprach mit S-Bahn-Geschäftsführer Bernhard Weisser über die Probleme.

Warum dauerte die Sperre so lange?

Bernhard Weisser: „Die erste Meldung lautete Kurzschluss mit Rauchentwicklung. Es dauerte geraume Zeit, bis am Einfahrtssignal Stachus die Stelle gefunden wurde, an dem der Luftballon den Kurzschluss verursacht hatte.“

Wie schnell wurden die Fahrgäste informiert?

Weisser: Die Meldung ging um 17.41 Uhr bei der S-Bahn-Transportleitung am Ostbahnhof ein. Nachdem absehbar war, dass die Störung länger als zehn Minuten dauern würde, löste die TP um 17.45 Uhr per Handy und Mail das Notprogramm Stufe „E“ aus. Jeder Lokführer, Ansager und Disponent hat ein kleines Buch mit den Störprogrammen und weiß sofort, wo welcher Zug wo endet. Diese Info geht auch sofort auf die Defas-Anzeiger auf den Bahnsteigen und über den Streckenagenten ins Internet.

Warum war die Fahrgast-Information so schlecht?

Weisser: „Nach unserer Einschätzung hat die Notfallinformation gut funktioniert, nur am Leuchtenbergring, am Heimeranplatz und in Laim kamen keine Durchsagen an.“

Warum wurden die Pendler in Pasing und am Ostbahnhof zu leise und nur unregelmäßig durch Ansagen informiert? Warum zeigten die Bildschirme keine Abfahrtsgleise an?

Weisser: Wir prüfen, ob man die Lautsprecher im Störfall höher drehen und ob man die Anzeiger dort extra einstellen kann.“

Karl-Heinz Dix

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