So sollen die Züge ab 2020 fahren

Das ist der S-Bahn-Plan der Zukunft

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So soll das S-Bahn-Netz 2020 aussehen.

München - Die Staatsregierung und die Bahn machen Ernst: Wenn alles glatt läuft, sollen 2020 die Züge durch den neuen, zehn Kilometer langen Tunnel der zweiten S-Bahn-Stammstrecke fahren.

Damit soll das 1972 eröffnete S-Bahnsystem, das anfangs für täglich 250 000 Passagiere ausgelegt war, fit für die Zukunft gemacht werden. Derzeit fahren rund 800 000 Fahrgäste jeden Tag mit der S-Bahn. Was sich durch den Tunnelbau für die Fahrgäste ändert? Die tz stellt den Betriebsplan vor, den der Freitstaat Bayern vorläufig als Mitfall 6 T–Startkonzept entwickelt hat. Der Tunnel ermöglicht den Verkehr von Express-S-Bahnen, die im Schnitt sieben Minuten schneller von den Außenästen in die City fahren, als die normalen Züge. Die Express-Züge fahren auf der S3 ab Maisach und Grafing Bahnhof, auf der S8 ab Weßling und später nach einem weiteren Tunnelbau in Daglfing auch ab Flughafen im 30-Minuten-Takt Richtung City. Während die S3 komplett durch den neuen Tunnel fährt, fahren auf der S8 nur die Express-Bahnen durch die neue Röhre. Die S6 und die S2 nutzen sie auch, aber sie halten an den Außenästen wie gewohnt. Die Expresszüge lassen die Haltepunkte Hirschgarten, Donnersbergerbrücke, Hackerbrücke, Stachus, Isartor und Rosenheimer Platz sowie viele Haltepunkte auf den Außenästen links liegen.

Abgesehen von den Expresszügen gilt der 15-Minuten-Grundtakt da, wo es aktuell den 20-Minuten-Takt gibt, und zwar auf den Strecken nach Freising, Geltendorf, Tutzing, Erding und auf der S8 in Richtung Flughafen. Die Linien-Äste nach Petershausen, Holzkirchen, Wolfratshausen und Kreuzstraße verbleiben zunächst im 20-Minuten-Takt, der Richtung Petershausen und Holzkirchen zu den Hauptverkehrszeiten zum 10-Minuten-Takt verdichtet wird.

Die S27 und die S20 soll übrigens schon zum Fahrplanwechsel 2013 eingestellt werden. Die Fahrten der S27 werden von der Bayerischen Oberlandbahn übernommen, die dann im Berufsverkehr von Holzkirchen zum Hauptbahnhof München verlängert wird.

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Johannes Welte

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