Schienenersatzverkehr und Sperrungen

Achtung, Pendler: Das sind 2020 die größten Bauprojekte der Münchner S-Bahn

Die Bahn in Bayern steckt in diesem Jahr 1,7 Milliarden in Schienen und neue Technik
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Die Bahn in Bayern steckt in diesem Jahr 1,7 Milliarden in Schienen und neue Technik.

Noch mehr Geld als im Vorjahr wird 2020 für die Modernisierung des bayerischen Nahverkehrs in die Hand genommen. Welche Auswirkungen die Maßnahmen für München haben, erläutern wir hier.

  • Die Bahn investiert im Freistaat Bayern 1,7 Mrd. Euro in die Modernisierung.
  • Auch in München gibt es 2020 zahlreiche Erneuerungsmaßnahmen.
  • Hier stellen wir die wichtigsten Projekte vor und wo Sperrungen drohen.

München - Die Bahn in Bayern steckt in diesem Jahr 1,7 Milliarden in Schienen und neue Technik – 100 Millionen mehr als im Vorjahr. Bayerns Bahn-Chef Klaus-Dieter Josel verspricht „ein Jahrzehnt der In­frastruktur-Investitionen“. Das bedeutet neue Einschränkungen für die Pendler. Auch im Münchner ­S-Bahn-Netz, wo es jährlich rund 300 Baustellen gibt, werden die Fahrgäste heuer mancherlei erdulden müssen. Die wichtigsten Projekte:

Modernisierung im Münchner Nahverkehr: Geplante Projekte für 2020

Es wird wieder sechs Stammstreckensperrungen geben, vier zwischen Donnersbergerbrücke und Ostbahnhof, zwei über die gesamte Länge ab Pasing. Los geht’s mit den Einschränkungen am Wochenende, 15. bis 18. Mai. Auch an vier August-Wochenenden werden Gleise erneuert. Hinzu kommt ein Sperr-Wochenende im Oktober.

Wochenweise werden Bahnsteige der Innenstadt-Bahnhöfe Rosenheimer Platz, Stachus und Isartor wegen einer Rundum-Erneuerung gesperrt. Sie erhalten ein neues Design.

Schlechte Nachricht für Fahrgäste der S3 und S8. Ab 23. März werden einen Monat lang erneut rund die Hälfte der Taktverstärker ausfallen – so wird der Zehn- zum 20-Minuten-Takt. Mit der Streichung der Taktverstärker hatte sich die Bahn im vergangenen Jahr viel Ärger eingehandelt.

München: Erneuerung bei der Bahn: Das findet 2020 außerhalb der Stadt statt

Zwischen Starnberg und Tutzing tauscht die Bahn ab April auf 19 Kilometern Länge Gleise aus. Hier wird es keine Totalsperre geben, nur immer wieder Einschränkungen. So wird die S-Bahn zeitweise nur im Stunden-Takt fahren. In München soll auch die U5 verlängert werden - und insgesamt vier neue Bahnhöfe bekommen.

Auch außerhalb Münchens wird gebaut, und zwar „so viel wie nie“, wie Bahnchef Josel sagt. So soll in diesem Jahr der Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke ins Allgäu und weiter in die Schweiz abgeschlossen werden. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember dieses Jahres werden die neuen Intercity-Züge in die Schweiz starten. Zudem wird an der Bahnstrecke Augsburg-Donauwörth der Bau des ersten digitalen Stellwerks geplant.

Lesen Sie auch: In der Münchner S-Bahn ist eine Fahrkartenkontrolle eskaliert. Dabei kam es zu einer schweren Körperverletzung. Die Bundespolizei fahndet nun nach den Tätern.

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