U-Bahn-Sanierung: Kostenschock für SWM

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Die Sanierung der Strecken wird wohl mehr Geld verschlingen. Grund dafür ist das Salzwasser, das im Winter in den Untergrund einsickert. Es hat deutlich größere Schäden verursacht als bisher angenommen.

München - Kostenschock für die Stadtwerke München (SWM): Eine Analyse des Unternehmensbereichs Verkehr ergab, dass für die Erneuerung der U-Bahn-Infrastruktur in den nächsten zehn Jahren rund 770 Millionen Euro benötigt werden!

 Bisher, so Herbert König, SWM-Geschäftsführer Verkehr, in einer Pressemitteilung, sei sei man von rund 500 Millionen Euro ausgegangen. Aber das ist noch nicht alles: Rechnet man die Kosten für die Erneuerung des Wagenparks und die geplanten Anschaffungen neuer Züge hinzu, ergibt sich bis zum Jahr 2020 für die U-Bahn ein Investitionsbedarf von 1,5 Milliarden Euro: Die Schockzahlen resultieren aus den jüngsten Erfahrungen der Stadtwerke bei der Sanierung von unterirdischen Bahnhöfen und Anlagen.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Denn dort hat die durch den jahrlangen Streusalzeinsatz verursachte chloridhaltige Feuchtigkeit dramatische Schäden verursacht. König rechnet deshalb damit, dass sowohl die aktuelle Sanierung des Zwischengeschosses am Hauptbahnhof wie auch die geplante Modernisierung des U-Bahnhofs am Sendlinger Tor deutlich teurer werden als bisher gedacht. Und nicht nur das: König geht auch davon aus, dass der Bedarf an Gleiserneuerungen und anderer technischer Anlagen deutlich höher ist, als bisher errechnet. 1,5 Milliarden Euro – König räumt ein, dass er mit so viel Geld lieber neue U-Bahn-Strecken in Angriff nehmen würde.

Leider seien der Erhalt und die Verbesserung der Substanz der U-Bahn ohne Alternative. Und war zahlt? Dazu König: „Im ÖPNV gibt es bekanntlich nur zwei Finaziers: den Steuerzahler und den Fahrgast. So wird es auch bei den anstehenden Erneurungen sein.“ Bundeszuschüsse gibt es jedenfalls keine.

WdP

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