Dreiste Masche in München

Achtung: Schock- Anrufer wieder aktiv

+
Die Polizei rät zur Vorsicht am Telefon.

München - Die Polizei in München warnt: Die litauischen Schockanrufer sind wieder aktiv. Unfassbar dreist versuchen sie, an Geld zu kommen.

Wie die Polizei berichtet, wurde am Montag, 9. September, um 9.15 Uhr, eine 73-jährige Rentnerin von einem unbekannten Mann angerufen, der sich als ihr Sohn ausgab. Er erzählte, dass er einen Unfall verursacht und hierbei ein 17-jähriges Mädchen schwer verletzt habe. Auch er selbst wäre erheblich verletzt. Um nicht ins Gefängnis zu müssen, benötige er 200.000 Euro. Anschließend übergab er das Telefon an einen angeblichen Rechtsanwalt, der die Forderung wiederholte.

Als die 73-Jährige erwiderte, nicht so viel Geld zu haben, forderte der Rechtsanwalt die Frau auf, all das herzugeben, was sie habe. Die Rentnerin weigerte sich und verständigte ihre Schwiegertochter. Diese rief wiederum ihren Ehemann an und stellte fest, dass ihm gar nichts passiert ist.

Kriminalpolizei warnt

Im zweiten Fall wurde ein 89-jähriger ukrainischer Rentner aus Nymphenburg etwa eine Stunde später mit der selben Vorgehensweise angegangen. Ein Anrufer gab sich als Sohn aus und verlangte Geld, da er ein Mädchen bei einem Verkehrsunfall verletzt habe. Ein zweiter Täter, der sich als Rechtsanwalt ausgab, forderte 100.000 Euro, damit der Sohn für den Unfall nicht belangt wird. Im Hintergrund rief der angebliche Sohn um Hilfe und forderte, der Rentner möge bitte Geld zahlen.

Der 89-Jährige gab an, nicht über so viel Geld zu verfügen. Er bot 10.000 Euro an, was von dem Rechtsanwalt akzeptiert wurde. Der „Bruder“ des verletzten Mädchens erschien nach etwa 15 Minuten an der Wohnung des Rentners und nahm nach Unterzeichnung einer Quittung das Geld entgegen. Anschließend entfernte er sich in unbekannte Richtung. Der Rentner wurde durch den falschen Rechtsanwalt bis zur Geldabholung am Telefon gehalten. Etwa fünf Minuten später erhielt der 89-Jährige einen weiteren Anruf, bei dem ihm der Rechtsanwalt mitteilte, dass das Geld nicht ausreichen würde. Der Rentner bot daraufhin nochmals 2000 Euro an, die von dem „Bruder“ an der Wohnung entgegen genommen wurde. Der 89-Jährige verständigte schließlich seine Tochter, die wiederum die Polizei informierte.

Die Kriminalpolizei warnt in diesem Zusammenhang dringend davor, angeblichen Verwandten, die sich lediglich telefonisch melden, Geldbeträge zur Verfügung zu stellen. Die Angerufenen sollten unbedingt Rücksprache mit Vertrauenspersonen halten bzw. sich direkt an die Polizei wenden.

auch interessant

Meistgelesen

Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Stadt vs. Region: Wo sich das Landleben noch lohnt
Zweite Stammstrecke: Wo es in sechs Wochen für wen eng wird
Zweite Stammstrecke: Wo es in sechs Wochen für wen eng wird
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?
Zuhälter-Schorsch: Muss er jetzt für immer hinter Gitter?

Kommentare