Stellwerksstörung bei der U6

Schon wieder U-Bahn-Chaos in München: Pendler genervt - Ist das jetzt Normalität?

München: Schon wieder U-Bahn-Chaos - Pendler genervt
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Wie Pinguine standen unzählige Pendler am Mittwoch am Bahnsteig in Fröttmaning.

Pendler mussten am Mittwoch in München jede Menge Geduld mitbringen. Eine Stellwerksstörung auf der Linie U6 sorgte für ein U-Bahn-Chaos. Ist das jetzt die Normalität?

München - Nein, liebe Leser, wir haben uns bei der Bildauswahl nicht in der Stadt geirrt. Das, was Sie auf dem Foto unten sehen, ist keine Momentaufnahme aus Peking - sondern aus München! Aufgenommen gestern Vormittag an der U-Bahn-Haltestelle Fröttmaning. Dort standen unzählige Pendler am Bahnsteig, dicht an dicht. Die Hände in die Taschen vergraben, die Gesichter gerötet vor Ärger. 

München: Stellwerksstörung auf der Linie U6. Mal wieder… 

Der Grund für das Gedränge war nach Angaben der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) eine Stellwerksstörung auf der Linie U6. Mal wieder… 

Mitten in der Masse stand Sabine M. Die 35-Jährige pendelt seit Jahren von Haidhausen nach Garching. „An guten Tagen schaffe ich die Strecke in 45 Minuten“, erzählt sie. In der Regel aber brauche sie fast doppelt so lang. Zugausfälle, Stellwerksstörungen, technische Mängel - „irgendwas ist immer“. 

Um die deutlich überlastete U6 künftig zu entlasten - und das gesamte U-Bahn-Netz vor dem Kollaps zu bewahren -, hat der Stadtrat nun den Rohbau des U9-Bahnhofs am Hauptbahnhof beschlossen. Die Linie soll quer durch die Innenstadt führen und völlig neue Direktverbindungen ermöglichen. Aber: Bis die Linie fertig ist - voraussichtlich im Jahr 2037 - werden wohl weitere, massive Beeinträchtigungen auf uns zurollen. Ein Problem, um das auch die MVG weiß. Abhilfe sollen - zumindest zeitweise - Züge mit mehr Fassungsvermögen sowie eine noch dichtere Taktung schaffen. 

Kostenloser Nahverkehr in München? Ein Tweet der Stadt ließ die Bevölkerung kurzzeitig auf eine angenehme Überraschung hoffen.

MVG: Mehr Personal soll Münchner Verkehrschaos entlasten

„Leider ist es uns nicht möglich, Stoßstange an Stoßstange zu fahren“, so ein Sprecher der MVG. Aber: Ein bisschen Luft nach oben gebe es noch. Außerdem soll künftig mehr Personal an den Bahnsteigen stehen, um ein schnelleres Einsteigen der Fahrgäste zu ermöglichen. Parallel dazu soll der Busverkehr schrittweise durch attraktive Expresslinien erweitert werden. Sabine M. jedenfalls hofft, dass sich „ganz bald etwas ändert“. Denn: Aufs Auto umzusteigen, ist für die Münchnerin gerade in Zeiten des Klimawandels keine Option. 

Sarah Brenner

Bereits im Juni hatte Münchens zweiter Bürgermeister eine U-Bahn-Revolution gefordert. Probleme gab es auch Ostbahnhof. Die Züge machten eine abstruse „Umleitungsfahrt“. In Nürnberg kam es an Heiligabend zu dramatischen Szenen: Bei einem eskalierenden Streit wurde ein Mann vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen.

An der U-Bahn-Haltestelle Dietlindenstraße in München kam es kürzlich zu einem Messerangriff. Die Polizei war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften vor Ort. 

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