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Ist er der neue Schrannen-König?

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Großunternehmer Günther Karl. © Piffer

München - Er ist ein steinreicher Baumagnat: Günther Karl (60) aus dem niederbayerischen Innernzell. Und er hat ein Ziel: Er will die Schrannenhalle im Herzen Münchens!

„Alles läuft bisher nach Plan“, sagte der geheimnisvolle Investor am Dienstag der tz…

Nun stellt sich die Frage: Wer ist dieser Mann aus dem 1600-Seelen-Dorf nahe Passau, der anscheinend einen Berg an Schulden übernahm, um die Zwangsversteigerung zu verhindern? Ein Mann, der – wenn auch „nicht als Betreiber“ – unbedingt in die Halle einsteigen will?

Was bei Günther Karl sicher ist: Er ist „flüssig“. Genau 24 Firmen gehören ihm – vom Wasserkraftwerk, über Bauunternehmen bis hin zu Immobilien-Firmen. Über 500 Mitarbeiter werkeln in seinem Imperium. Und der Mann hat Mut, große Dinge anzupacken: So kaufte sich 2005 seine Firmengruppe das Gelände der Traprennbahn in Daglfing. Dort soll ein großes Wohngebiet entstehen. Auch eine Idee von Karl: Er wollte das am Flughafen aufgestellte Modell des Transrapid erwerben, um es nach Deggendorf bringen zu lassen und darin ein Cafe zu errichten. Das Projekt scheiterte. Auch für Kunstideen öffnete der passionierte Golfspieler schon seinen Geldbeutel: Als ein Künstler eine Friedensglocke entwarf, auf welcher alle Oberhäupter der führenden Weltreligionen unterschrieben hatten, griff Karl zu. Er sorgte dafür, dass das Werk in der Nähe der Franziskus-Basilika in Assisi aufgestellt wurde. Die Kosten: 100 000 Euro. Zudem unterstützt der Unternehmer Schulen finanziell.

„Günther ist ein sehr netter, bodenständiger Mensch“, so ein Freund über den Niederbayern. „Nicht der typische Finanzhai, wie es ja viele gibt. Er ist ein ehrlicher Typ.“ Und so gibt Günther Karl auch ehrlich zu, noch nicht zu wissen, was er mit der Halle anstellen werde. „Wir könnten sie für Mieter wieder attraktiv machen.“ Man könne sie aber auch einfach weiterverkaufen. Noch ist nix g’wiss. Und: Noch sind keine Verträge unterschrieben. Es soll nämlich auch noch andere Interessenten geben. Der Kampf um die Schranne geht also weiter…

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