Eine Schule muss gleich fünf Jahre warten

Spar-Diktat trifft Schulen: Neun Neubauten werden verschoben - Stadt spart eine Milliarde Euro

Viele Neubauten werden verschoben, wie etwa am Klenze- und Dante-Gymnasium.
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Viele Neubauten werden verschoben, wie etwa am Klenze- und Dante-Gymnasium.

Wegen der durch die Corona-Pandemie entstandenen Mindereinnahmen verschiebt die Stadt die Umsetzung von neun Schulbauprojekten um mindestens ein Jahr.

Informationen unserer Zeitung zufolge handelt es sich um den Ersatzbau für das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium am Salzsenderweg, die Schulstandorte Bayernkaserne Süd und Nord, die Grund- und Mittel- sowie die Realschule und das Haus für Kinder an der Ecke Reutberger Straße 10-12/Gotzinger Platz 1 und das Karlsgymnasium Am Stadtpark. Überdies verschoben werden die Neubauten des Klenze-Gymnasiums an der Wackersberger Straße 59, die Grundschule an der Passauer-/Heckenstallerstraße, das Max-Planck-Gymnasium an der Weinbergerstraße 29. Der Neubau der Grund- und Mittelschule sowie des Hauses für Kinder an der Alfonsstraße 8 verschiebt sich um ganze fünf Jahre.

Dadurch spart sich die Stadt in den Jahren 2020 bis 2025 vorübergehend Investitionskosten von einer Milliarde Euro. „Unser zentrales Ziel ist es, trotz der großen finanziellen Herausforderungen an allen beschlossenen Maßnahmen des Schulbauprogramms festzuhalten“, sagt Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD). „Die geplanten Investitionen werden nicht gestrichen. Das Wohl der Schüler und die Sicherstellung der Schulversorgung sind für die Landeshauptstadt München unverrückbare Grundpfeiler.“

Aufgrund des weiteren Wachstums der Stadt würden in den kommenden Jahren auch neue Maßnahmen notwendig werden. Dabei müsse insgesamt durch weitsichtiges Handeln ein finanzierbares und stabiles Investitionslevel im Bildungsbereich das Ziel sein, damit die Schulversorgung wie bisher verlässlich sichergestellt ist. Der Stadtrat muss der Verschiebung noch zustimmen.

Insgesamt hat die Stadt drei Schulbauprogramme aufgelegt, das Gesamtvolumen umfasst rund 6,6 Milliarden Euro und 96 Projekte. Von den Maßnahmen des ersten und zweiten Schulbauprogramms sind rund 80 Prozent entweder bereits fertiggestellt, im Bau oder in einem so fortgeschrittenen Planungsstadium, dass es für diese Maßnahmen zu keinen Veränderungen kommt. Trotz der Verschiebungen wird die Stadt bis 2025 über drei Milliarden Euro für den Schulbau investieren. ska

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