Ungewöhnlicher Vorfall

Zeuge meldet Schuss in München: Zehn Streifen eilen nach Bogenhausen - doch Situation ist anders als gedacht

 Ein Mann lädt eine Schreckschuss-Pistole "Walther P22" mit einem Magazin. (Symbolbild)
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Ein Zeuge meldete der Münchner Polizei, dass ein Mann aus dem Fenster schieße. (Symbolbild)

Ein Zeuge meldete der Polizei München, dass ein Mann mit einer Waffe aus dem Fenster schießen würde. Zahlreiche Streifen machten sich auf den Weg nach Bogenhausen.

München - Am Freitag (1. Oktober) meldete ein Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Richard-Strauss-Straße gegen 20 Uhr per Notruf, dass ein Mann im Bereich der dortigen Häuser mit einer Schusswaffe aus dem Fenster schießen würde. Das teilte die Polizei München am Sonntag in ihrem Pressebericht mit. Sofort wurden über zehn Streifen zu dem Ort geschickt, um die Situation zu klären.

Schussabgabe in München? Richard-Strauss-Straße vorübergehend gesperrt

Nach Gesprächen mit Anwohnern und Abklärungen im betroffenen Bereich des Hauses konnte schließlich eine Wohnung in einem der oberen Stockwerke „als mögliche Örtlichkeit der angegebenen Schussabgabe lokalisiert werden“, heißt es in der Pressemeldung weiter. Vorübergehend mussten auch Teile der Richard-Strauss-Straße gesperrt werden.

Gegen 20.35 Uhr konnte schließlich eine verdächtige Person, ein 59-jähriger Münchner, „vor der Wohnung gesichert und fixiert werden.“ Die Beamten entdeckten in der Wohnung eine Schreckschusswaffe. Eine Schussabgabe bestätigte sich bei den Ermittlungen vor Ort aber nicht.

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Nachbarschaftsstreit in München: Schlag gegen Rolladenkasten verursacht wohl Schussgeräusch

„Wahrscheinlich hat es vor der Mitteilung am Polizeinotruf eine verbal ausgetragene Nachbarschaftsstreitigkeit gegeben, an der der 59-Jährige beteiligt war“, teilte die Polizei weiter mit. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung hat er womöglich mit einem Gegenstand gegen einen Rollladenkasten geschlagen. Das habe ein Geräusch verursacht, „das von Zeugen als möglicher Schuss wahrgenommen wurde.“ Nach den polizeilichen Abklärungen vor Ort wurde der 59-Jährige wieder entlassen. (kam)

Zunächst war vom Fund einer Fliegerbombe die Rede, das hat sich als Irrtum entpuppt. Ein Streckenabschnitt der Münchner S-Bahn war dennoch gesperrt.

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