Umschlagzentrum Großmarkt München

Mega-Projekt: Spektakuläre Pläne für die neue Großmarkthalle

So könnte es in Sendling bald aussehen: Mega-Projekt für neue Großmarkthalle.
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So könnte es in Sendling bald aussehen: Mega-Projekt für neue Großmarkthalle.

Für den Neubau der Großmarkthalle in Sendling sind jetzt spektakuläre Pläne vorgestellt worden. Das Mega-Projekt wird bald den Stadtrat beschäftigen.

  • Spektakuläre Pläne für den Neubau der Großmarkthalle in München-Sendling. 
  • Übernehmen wird den Umbau wohl das Münchner Architekturbüro Henn, das auch für die Generalsanierung des Gasteigs zuständig ist. 
  • Auch Platz für Gastronomie und öffentliche Freiräume sollen auf dem neuen Großmarktgelände entstehen. 

München - Für den Neubau der Großmarkthalle gibt es überarbeitete, spektakuläre Pläne. So könnten auf dem Dach des Baukörpers bis zu 70 Meter hohe Bürogebäude mit Platz für 2000 bis 3000 Beschäftigte entstehen. Auch zusätzliche Freiflächen für die Öffentlichkeit sind vorgesehen. Am Dienstag befasst sich zunächst die Stadtgestaltungskommission mit dem Vorhaben. Im März wird das Projekt dann den Stadtrat beschäftigen. Es soll ein Grundsatzbeschluss gefällt werden, wie es mit dem Areal der Großmarkthalle weitergeht.

München: Spektakuläre Pläne für die neue Großmarkthalle

Schon lange ist die Zukunft des „Bauches von München“ ein großes Thema in der Stadtpolitik. Klar ist, dass der Standort in Sendling erhalten werden soll. Doch die Hallen sind baufällig und nicht mehr zweckmäßig. Der private Hallenbetreiber Umschlagzentrum Großmarkt München (UGM) tüftelt derzeit an einem Konzept, wie das künftige Gesicht und die Nutzungsstruktur auf dem Betriebsgelände an der Schäftlarnstraße aussehen könnte. Das Münchner Architekturbüro Henn – auch für die Generalsanierung des Gasteigs zuständig – hat nun konkrete Pläne vorgelegt. Demnach soll der Großmarktbetrieb in einem Sockelbauwerk stattfinden, das sich über mehrere Unter- und Obergeschosse erstreckt. So steht es in der Beschreibung, mit der sich heute die Stadtgestaltungskommission befasst. Die neue Großmarkthalle steht städtebaulich als Gegengewicht vis à vis des Heizkraftwerkes München Süd.

Während unterirdisch hauptsächlich Technikräume und Parkplätze angesiedelt werden sollen, befinden sich oberirdisch die Marktflächen. Nördlich des Sockelbauwerks im Bereich der heutigen Zufahrt zum Großmarktgelände sind die Lkw-Stellplätze vorgesehen, welche ebenfalls überdacht sind. Die Anfahrt der Lastwagen soll nur über die Schäftlarnstraße erfolgen. Durch die bauliche Überdeckelung der Großmarkthalle und des Lkw-Stellplatzes entsteht eine zweite Ebene, die einen bunten Mix aus Nutzungen möglich macht. So sieht der Plan Büroflächen in einer Größenordnung von etwa 55.000 Quadratmeter Geschossfläche vor. 

Mega-Projekt in München-Sendling: Spektakuläre Pläne für den Neubau der Großmarkthalle

Überdies soll es Gastronomie und öffentliche Freiräume geben, auch Bereiche zur Direktvermarktung sind geplant. Diese Nutzungen umfassen rund 5000 Quadratmeter Geschossfläche. Durch die Bündelung in einer Halle werden zusätzlich auf dem Gesamtareal sieben Hektar frei. Hier sollen rund 1500 Wohnungen entstehen.

Fertig werden könnte die neue Großmarkthalle bis 2025 – sofern der nach der Kommunalwahl am 15. März neu zu konstituierende Stadtrat das Konzept zügig durchwinkt. Doch es gibt auch Kritik. Und die Großmarkthalle ist nicht das einzige Mega-Projekt.

Video: Rauer Ton in der Münchner Großmarkthalle

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