Werbe-Anhänger sorgen im Stadtgebiet für Ärger

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Dieser rote Werbe-Anhänger wurde in der Pelkovenstraße in Moosach abgestellt

München - Werbe-Anhänger im Stadtgebiet sorgen für Ärger. Deshalb hat der Chef des Bezirksausschusses 19 den Parkplatz-Killern den Kampf angesagt.

Hans Bauer ist sauer. Es sind die bunten Kästen am Straßenrand, die den Chef des Bezirksausschusses 19 (Thalkirchen, Obersendling, Forstenried, Fürstenried, Solln) nerven. „Diese Werbeanhänger verschandeln nicht nur die ganze Stadt, sondern sind noch dazu verkehrsgefährdend und nehmen Parkplätze weg!“, schimpft der Viertelchef gegenüber "Hallo München". Jetzt hat er den Werbe-Anhängern den Kampf angesagt: Gemeinsam mit den anderen Bezirksausschüssen der Stadt fordert er, diesem „Wildwuchs“ in München Einhalt zu gebieten.

Leichter gesagt als getan, heißt es im Baureferat, das für die Entfernung unerlaubt abgestellter Werbeanhänger zuständig ist. Diese sind laut Sprecherin Cornelia Unterhuber zwar nach den städtischen Sondernutzungsrichtlinien „nicht genehmigungsfähig“ und dürfen somit eigentlich gar nicht geparkt werden. Doch der Verwaltungsaufwand für die Ahndung sei enorm: Die Anhänger dürfen 14 Tage lang am selben Fleck stehen, erst nach Verstreichen dieser Frist kann die Polizei ein Bußgeld von 20 Euro verhängen. „Wenn ein Anhänger nur zehn Zentimeter bewegt wird, reicht das schon, dass ein neuer Turnus anbricht. Dann muss der Anhänger erst nach zwei Wochen erneut kontrolliert werden“, so Unterhuber.

„Wenn die Kontrolle zu aufwendig ist, muss eben ein Regelwerk her“, sagt BA-Chef Bauer und fordert den Erlass einer Werbeanlagensatzung. Die Sprecherin des Planungsreferats, Katja Strohäker, macht da wenig Hoffnung. Denn nur bauliche Werbeanlagen wie an Hauswänden seien von so einer Satzung betroffen: „Wir können eine Werbeanlagensatzung nur nach Bayerischer Bauordnung erlassen, Werbung auf Anhängern oder Fahrrädern wären darin nicht berücksichtigt.“

Daniela Schmitt

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