3900 Polizisten im Einsatz

Siko in München: So bereitet sich die Polizei auf Coronavirus vor - chinesische Delegation erwartet

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3900 Polizisten sichern die 56. Sicherheitskonferenz in München ab. 

Absperrgitter, Halteverbotszonen und Polizeibeamte - traditionell gleicht die Münchner Innenstadt während der Sicherheitskonferenz einer Festung. Eine Delegation aus China hat sich angekündigt.

  • Die 56. Sicherheitskonferenz - Siko - findet von Freitag (14. Februar) bis Sonntag (16. Februar) in München statt.
  • Rund um den Bayerischen Hof wird alles abgeriegelt.
  • Die Zahl der Beamten ist dieses Jahr besonders hoch. 

München - Das Areal rund um den Bayerischen Hof wird an diesem Wochenende wieder zur Festung: 3900 Polizisten aus acht Bundesländern sichern die 56. Sicherheitskonferenz ab, die von Freitag bis Sonntag in dem Münchner Luxushotel stattfindet.

Rund 40 Staats- und Regierungschefs sowie 100 Minister werden erwartet, etwa Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, US-Außenminister Mike Pompeo, US-VerteidigungsministerMark Esper sowie die Außenminister Chinas, Russlands und des Iran: Wang Yi, Sergej Lawrow und Mohammed Dschawad Sarif. Insgesamt sollen 500 Teilnehmer zu Gast der Tagung sein, die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einer Kritik an den USA eröffnet wurde.

Siko in München - Wichtige Hinweise der Polizei  

Vor allem um die hochrangigen Politiker, die in zwölf Hotels untergebracht sind, zu schützen und Fahrten in der Stadt und zum Flughafen zu sichern, brauche man eine große Anzahl an Polizeibeamten, erklärte Sprecher Marcus da Gloria Martins.

Neun Gegendemos bei Siko in München geplant 

Gerüstet seien die Einsatzkräfte auch für die neun angemeldeten Gegendemos. Beim größten Protest am Samstag (15. Februar) erwartet das „Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz“ 4000 Teilnehmer. Start ist um 13 Uhr am Stachus, weiter geht es über den Lenbachplatz, den Odeonsplatz bis zum Marienplatz. Das Ende ist für 17 Uhr geplant. Zudem soll es eine Menschenkette in der Fußgängerzone geben.

Siko in München Innenstadt gleicht Festung 

Wer mit dem Auto in die Innenstadt will: Von Freitag, 6 Uhr bis Sonntag, 15 Uhr gilt der Sicherheitsbereich rund um den Promenadeplatz, bei dem unter anderem Straßen gesperrt werden (siehe Karte). Um den Bayerischen Hof ist eine absolute Halteverbotszone ausgewiesen, dafür wurden 1000 zusätzliche mobile Halteverbotsschilder aufgestellt. Falsch geparkte Autos werden konsequent abgeschleppt, so die Polizei.

Von der Siko betroffen sind auch die Trambahnen 19 und 21: Die Linie 19 wird zwischen Hauptbahnhof und Maxmonument umgeleitet, die Haltestellen Bahnhofsplatz und Kammerspiele entfallen. Die Linie 21 wird zwischen Stachus und Max-Weber-Platz unterbrochen (genaue Infos gibt es im Internet unter www.mvg.de).

Sicherheit geht vor: Polizisten werden am Wochenende wieder alles rund um den Tagungsort, das Hotel Bayerischer Hof, kontrollieren.

Polizei auf Coronavirus vorbereitet

Da auch eine größere Delegation aus China erwartet wird, ist die Polizei auch auf das Coronavirus* vorbereitet. Es werde zwar kein Beamter Mundschutz tragen, betont Polizeivizepräsident Norbert Radmacher. Dennoch werde der ärztliche Dienst der Polizei immer im Einsatz sein. Bei der Tagung selbst haben die Gesundheitsbehörden eigens Notfallpläne vorbereitet, wie ein Siko-Sprecher erklärt. Die Besucher werden auf die Einhaltung persönlicher Hygienemaßnahmen hingewiesen, heißt es. Eine der präventiven Maßnahmen ist die Aufstellung von Desinfektionsmittelspendern.

Luftraum über München während der Sicherheitskonferenz gesperrt

Gesperrt wird übrigens auch – ähnlich wie zur Wiesn – der Luftraum über der Innenstadt, das Verbot gilt ebenso für Drohnen. Für Münchner, die Fragen haben, steht die Polizei am Bürgertelefon unter 089/ 29 10 19 10 zur Verfügung. 

Vergangenes Jahr waren bei der Sicherheitskonferenz rund 5.000 Beamte im Einsatz*. An die Münchner gab es damals ein Lob. 

Einer der prominenten Redner bei der Münchner Sicherheitskonferenz ist dieses Jahr Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Er zeigte sich schon vorab offen für Steuerreformpläne in Europa. 

 M. WILLIAMS


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