Siemens und BR: Der große Umbau

München - Der Maxvorstadt stehen weitreichende Umbauten bevor: Siemens und der Bayerische Rundfunk wollen ihre Zentralen modernisieren.

Siemens will seine Hauptverwaltung zwischen Wittelsbacher Platz und Oskar-von-Miller-Ring neu bauen und der Bayerische Rundfunk plant eine Umstrukturierung des Funkhaus-Komplexes an der Marsstraße. Der Planungsausschuss des Stadtrates wird sich in den kommenden Wochen mit den Umbauplänen beschäftigen.

So verändert München sein Gesicht

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Siemens will seine Hauptverwaltung von 2012 bis 2015 komplett umbauen. Nur das Siemens-Forum sowie das 1825 nach den Plänen von Leo von Klenze errichtete Palais Ludwig Ferdinand am Wittelsbacher Platz sollen erhalten bleiben, eventuell noch der südwestliche Anbau an das historische Gebäude. Die anderen vier bis fünfgeschossigen Gebäude aus den 50er- und 60er-Jahren sollen abgerissen werden, da sie völlig verschachtelt sind und den Anforderungen an moderne Büros nicht entsprechen.

Der Komplex, in dem rund 1200 Siemensianer die Geschicke des Weltkonzerns leiten, soll von jetzt 38 000 Quadratmetern Geschossfläche auf 45 000 bis 49 000 Quadratmeter wachsen. Vorgesehen ist eine fünf- bis siebengeschossige Bebauung. Die Gebäude sollen möglichst wenig Energie verbrauchen, außerdem ist vorgesehen, dass die Innenhöfe tagsüber für die Allgemeinheit geöffnet sind. Als erster Schritt zur Realisierung ist kommendes Jahr ein Architektenwettbewerb geplant. Die Sieger dürfen dann den neuen Komplex, der Stadtbild und Denkmalschutz berücksichtigen soll, bauen.

Das alte BR-Funkhaus (links) bleibt stehen. Der Studiobau (rechts) wird abgerissen.

Der Bayerische Rundfunk will innerhalb der kommenden 15 Jahre das 1963 errichtete Studiogebäude an der Marsstraße und den Verbindungsbau von dort zum aus den 20er- Jahren stammenden Riemerschmid-Bau an der Hopfenstraße abreißen und durch Neubauten ersetzen. Auch die Kantine sowie möglicherweise auch die Energiezentrale im Innenhof sollen abgerissen und durch achtgeschossige Neubauten ersetzt werden. Damit will der BR seinen Funkhaus für die moderne Technik fit machen. Auch hier soll geprüft werden, ob der BR-Komplex für Geh- und Radwege geöffnet werden kann. Ein Architektenwettbewerb ist ebenfalls vorgesehen.

Johannes Welte

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