Viel geboten am 19. Oktober

Schaurig, schräg & einfach schön: So aufregend wird die lange Nacht der Museen

Nachts im Museum! Das klingt entweder nach großem Kino – oder nach großer Münchner Gaudi. Denn: Heuer laden 101 Häuser zur Langen Nacht der Münchner Museen ein.

Am 19. Oktober ab 19 Uhr kann man die schaurigsten, schrägsten und schönsten Ausstellungen der Stadt erkunden. Im Eintrittspreis von 15 Euro sind sowohl der Zugang zu den Veranstaltungen als auch die MVV-Fahrkarten am Veranstaltungstag inbegriffen. Die Tickets bekommt man in allen beteiligten Museen und Ausstellungsorten, im Voraus oder an der Abendkasse. Für stressfreies Pendeln zwischen den Veranstaltungen werden diese durch Museums-Buslinien (90–95) miteinander verbunden.

Wer’s zum Beispiel schaurig mag, nimmt die 91 bis Haltestelle Waltherstraße. Dort findet man die einmaligen Büsten und Skulpuren des Südfriedhofs. Ein Spiel von Licht und Schatten sorgt dabei für mystisches Ambiente. Wem ein Friedhof bei Nacht nicht vielseitig genug ist, der kann im Museum Mensch und Natur in die Haut eines Vogels schlüpfen.Der Birdly Flugsimulator zeigt einem die Welt von oben und sieht dabei nicht nur schräg aus, sondern bringt auch seine Besucher in Schräglage. Es wird die letzte Teilnahme des Museums Mensch und Natur an der Langen Nacht sein, bevor es im nächsten Jahr in den Um- und Ausbau zum Biotopia geht. Aber auch für die klassischen Kulturliebhaber ist was dabei: zum Beispiel im Lenbachhaus am Königsplatz. Hier kann man in eine Welt der Extreme eintauchen: knallige Farben, die Welt des Expressionismus, Liebe, Drama und Leben. Die Werke und die Biografien des russischen Künstlerpaares Alexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin zeigen einen Ausschnitt aus dem 19. Jahrhundert – unglaublich fortschrittlich und einzigartig.

Egal, wofür man sich interessiert: Die Museumsnacht lässt Entdeckerherzen höher schlagen, gerade auch die jüngerer Besucher. An 17 Orten wird es bereits nachmittags verschiedene Kinderprogramme geben. Für die Größeren geht’s bis um zwei in der Früh. Nachts im Museum – im wahrsten Sinne.

LISA KRETZSCHMANN

Auch das Lenbachhaus ist bei der Langen Nacht dabei

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