Dienstgebäude abriegeln?

Gegen „mulmiges Gefühl“: So wird die Stadt sicherer

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Das Münchner Rathaus am Marienplatz.

München - Das neue Sicherheitskonzept der Stadt soll kommen. Am Mittwoch hat sich der Verwaltungsausschuss mit einer entsprechenden Vorlage befasst.

Nach dem Amoklauf sowie den Anschlägen in Würzburg und Ansbach hatte die CSU ein neues Konzept für das Münchner Rathaus gefordert. Die Verwaltung hat nun vorgeschlagen, auch die übrigen städtischen Dienstgebäude mit einem Zugangssystem auszustatten. 

Wie das im Detail aussieht, ist noch offen: Schließsysteme, Security, Videokameras – das entscheidet sich je nach Anforderung der Referate. Diese sind in unterschiedliche Kategorien einzuordnen: keine, gelegentliche oder häufige Kundenbesuche. Unter die letzte Kategorie mit der höchsten Sicherheitsstufe würden Behörden fallen, die häufiger mit möglicherweise aggressiven Menschen zu tun haben. Das Sozialreferat etwa verzeichnete im vergangenen Jahr 106 Angriffe auf Mitarbeiter.

Den Anlass für den Verwaltungsvorschlag gaben offenbar die Angestellten der Stadt selbst. Wie berichtet, hatten sich bereits einige über die frei zugänglichen Gebäude beklagt – gerade das Rathaus wird häufig von Touristen besucht. „Der ein oder andere hat da schon ein mulmiges Gefühl“, sagte ein Mitarbeiter zur tz.

Die Grünen hatten bereits im Vorfeld angekündigt, das Konzept abzulehnen. Es sei völlig überzogen und zu wenig differenziert. Stadtrat Dominik Krause warnte vor einem Paradigmenwechsel – weg von der Politik der Offenheit in München und hin zu einer Abschottung gegenüber den Bürgern.

Sascha Karowski

Die zweite Zerstörung Münchens: Bausünden nach dem 2. Weltkrieg

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