Ersatz-Wiesn

Attraktion Boulderwand auf der Theresienwiese - „Sommer in der Stadt“ vor Verlängerung?

Beliebte Attraktion: Die Boulderwand auf der Theresienwiese.
+
Beliebte Attraktion: Die Boulderwand auf der Theresienwiese.

Eine Boulderwand ist die neueste Attraktion auf der Theresienwiese beim „Sommer in der Stadt“. Die Mini-Wiesn könnte nun sogar verlängert werden.

München - Mit voller Wucht wird der Beachvolleyball übers Netz geschmettert, ein paar Meter weiter absolvieren Kinder einen Hindernisparcours, daneben spielen andere Tischtennis. Dazu wird geskatet, gesportelt und seit Dienstag auch geklettert. Der „Dicke Hans“ ist die neueste Attraktion auf der Theresienwiese beim „Sommer in der Stadt“.

Der Kletter-Klotz zum Bouldern bietet mit sechs verschiedenen Routen ein Angebot für Unerfahrene und Hobbysportler. „Wir wollen den Bergsport in die Stadt bringen“, sagt Matthias Ballweg vom Deutschen Alpenverein (DAV). Mindestens bis 12. September soll der „Dicke Hans“ auf der Theresienwiese stehen – gerne auch länger. Wenn es nach Maximilian Gemsjäger geht, soll das kostenlose Angebot danach einen festen Platz in München* finden. Am besten in einer Unterführung oder unter einer Brücke, damit man auch im Winter bouldern kann.

Ziel des „Kraxlkollektivs“: Kletterwände und Bouldermöglichkeiten an vielen Orten in der Stadt

Gemsjäger hat mit Freunden die Initiative Kraxlkollektiv gegründet. Mittlerweile ist sie Teil des DAV. Ziel: Kletterwände und Bouldermöglichkeiten an vielen Orten in der Stadt. Der temporäre Boulderfels auf der Wiesn ist neben der Wand „Lollyblock“ im Sugar Mountain, dem ehemaligen Betonwerk Katzenberger in Obersendling, das zweite Gratis-Kletterprojekt des Kraxlkollektivs.

„Ich hoffe, dass das Angebot die nächsten Wochen weiter so genutzt wird“, sagt Sportbürgermeisterin Verena Dietl (SPD) über die Sportwiesn. Womöglich geht der gesamte Sommer in der Stadt sogar in die Verlängerung – bis 12. September. Die Stadtrats-CSU hat dies jedenfalls beantragt. Die Angebote auf der Theresienwiese, im Olympiapark und am Königsplatz erfreuten sich großer Akzeptanz, schreibt die CSU. Den ohnehin gebeutelten Berufsständen der Marktkaufleute und Schausteller würde eine Verlängerung ebenfalls guttun. Dietl hält die Initiative der CSU für nachvollziehbar. Es müsse nun geprüft werden, ob der Vorschlag umsetzbar sei. Viel Zeit hat die Stadt dafür aber nicht. Schließlich soll der Sommer in der Stadt eigentlich am Sonntag enden. Der Feriensenat des Stadtrat tagt aber erst nächsten Mittwoch. pp/bus -*tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare