50 Sicherheitswächter sorgen für Ordnung

Das sind die neuen Stadtteil-Sheriffs

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Joachim Herrmann (r.) begrüßt die neuen Mitglieder der Sicherheitswacht.

München - Die Sicherheitswacht von Bayern hat neue Mitglieder. Am Donnerstag begrüßte Joachim Herrmann die Neulinge. Die tz stellt sieben vor.

Bayern ist das sicherste Bundesland – das hat Innenminister Joachim Herrmann (59, CSU) am Donnerstag im Münchner Polizeipräsidium betont. Die niedrige Kriminalitätsrate und die hohe Aufklärungsquote bei Straftaten sind nicht nur Verdienst guter Polizeiarbeit – eine tragende Rolle spielen die 772 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bayerischen Sicherheitswacht.

Seit 20 Jahren gibt es das Modell vom Bürger als Ordnungshüter schon. Herrmann: „Sie alle sind Teil der Erfolgsgeschichte. Jeder Einzelne trägt dazu bei, der Unkultur des Wegschauens entgegenzuwirken.“

Der Innenminister bedachte Sicherheitswächter aus Augsburg, Erlangen, Neu-Ulm, Weiden und Würzburg mit Urkunden. Sie alle sorgen seit 20 Jahren in den Fußgängerzonen, Parks und Straßen Bayerns für Sicherheit. In München sind 50 Sicherheitswächter im Einsatz.

Ende Juli haben 15 frisch gebackene Hilfs-Sheriffs ihre Ausbildung absolviert. Sie schlichten, helfen, warnen und funktionieren so als Bindeglied zwischen Polizei und Gesellschaft. In der tz stellen sich einige der neuen Helfer vor:

Monika Rückerl (44, PI Perlach), Polizeiangestellte: „Ich gehe gerne auf Menschen zu und löse Konflikte. Eine Kollegin hat mich auf die Idee gebracht.“

Marika Sölch (54, PI Haar): „Tagsüber arbeite ich bei einer Sicherheitsfirma am Empfang. Der Zweitjob ist ein toller Ausgleich.“

Christian Meißner (52, PI Perlach), arbeitssuchend: „Ich ärgere mich schon immer über verschmierte Wände und Züge. Endlich kann ich dagegen aktiv vorgehen.“

Andrea Humme (53, PI Milbertshofen), Hausfrau: „Mein Sinn für ­Gerechtigkeit ist sehr ausgeprägt. Die Ausbildung zur ­Sicherheitswächterin war daher perfekt für mich.“

Heinrich Schneier (52), PI Unterhaching: „Der große Reiz ist die Sinnhaftigkeit unserer Tätigkeit. Davon profitiert die ganze Gesellschaft.“

Gunnar Kleist (53, PI Milbertshofen), Polizeiangestellter: „In unserem Viertel geschehen viele Straftaten. Jetzt zeige ich, dass sich Courage lohnt.“

Renate Kohl (62, PI Milbertshofen), Kauffrau: „Das bin ich meiner Stadt schuldig. Für mich ist das eine Herzensangelegenheit. Ich fühle mich fit.“

Johannes Heininger

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