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München spart sich Platzwarte: Vereine sind sauer, CSU will Projekt beenden - „Konflikte sind abzusehen“

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Von: Sascha Karowski

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Ärger um die Bezirkssportanlagen: Thomas Huber, SpVgg Thalkirchen, Stadträtin Ulrike Grimm, Christine Gladus, SV Helius-Daglfing, Bernd Klemm, SVN München und Bernd Roth, SV Aubing.
Ärger um die Bezirkssportanlagen: Thomas Huber, SpVgg Thalkirchen, Stadträtin Ulrike Grimm, Christine Gladus, SV Helius-Daglfing, Bernd Klemm, SVN München und Bernd Roth, SV Aubing. © Privat

Weil die Stadt sparen will, hat sie vier Bezirkssportanlagen in Freisportanlagen umgewandelt. Die betroffenen Vereinen sind verärgert. Denn es fallen Stellen für Platzwarte weg. Die CSU will gegensteuern.

München - Münchens Sportvereine laufen Sturm, weil die Stadt vier Bezirkssportanlagen testweise in Freisportanlagen umgewandelt hat. Bis dato kümmerten sich jeweils zwei Platzwarte um die Flächen, Diese werden auf anderen Bezirkssportanlagen eingesetzt, langfristig sollen aber Stellen wegfallen. Das Referat für Bildung und Sport kalkuliert mit einer Ersparnis von rund 460 000 Euro. Fortan sollen sich die zehn betroffenen Vereine selbst um die Anlagen kümmern. Das einjährige Projekt hatte der Stadtrat im Oktober beschlossen. Die CSU will es nun schon beenden.

CSU-Stadträtin Ulrike Grimm: Auch zwischen den Vereinen sind Konflikte abzusehen

Bereits vor dem Beschluss hätten die betroffenen Vereine erhebliche Bedenken gegen dieses Vorgehen geäußert, heißt es in dem Antrag der Fraktion. „Während die Landeshauptstadt sich hunderttausende Euro an Personalkosten einspart, sollten die Vereine dies neben einer Pauschale von rund 12 500 Euro mal eben im Ehrenamt sicherstellen“, sagt CSU-Stadträtin Ulrike Grimm. Die hat sich nun mit Vertretern der Vereine an der Sportanlage Thalkirchen getroffen.

Diese hätten in den Verhandlungen mit dem Referat für Bildung und Sport deutlich gemacht, dass die vorgelegten Verträge finanziell und rechtlich völlig unzureichend seien, zumal auf den Sportanlagen auch andere Vereine Nutzungsrechte hätten. „Damit sind auch zwischen den Vereinen Konflikte abzusehen“, sagt Grimm.

CSU will Projekt beenden: Stellen sollen mit qualifiziertem Personal besetzt werden

Die Stadt schiebe die rechtliche, organisatorische und finanzielle Verantwortung für eine städtische Liegenschaft auf die Vereine ab. Deshalb müsse der Umwandlungsprozess sofort gestoppt werden, entsprechende Stellen geschaffen und schnellstmöglich mit qualifiziertem Personal besetzt werden.

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