Lob für „großartige Geste“

Einfach so halbe Million Euro für Stadt gespendet: Großzügiger Münchner hat bewegende Gründe

Die Corona-Pandemie strapaziert die finanzielle Lage der Stadt München
+
Mit einer Großspende will die Stadt sozial schwache Münchner unterstützen (Symbolbild).

Tolle Geste eines gebürtigen Münchners: Er hat der Stadt 500.000 Euro gespendet. Damit sollen nun bedürftige Bewohner der Isar-Metropole unterstützt werden.

München - Ein gebürtiger Münchner, der anonym bleiben will, hat der Stadt eine halbe Million Euro gespendet. Nach eigenen Angaben möchte er mit seiner Spende dabei helfen, dass sozial schwache Menschen unterstützt werden und aufzeigen, dass auch ohne Anlass jeder seiner Stadt etwas zurückgeben kann und so zur Nachahmung motivieren. Den feinen Zug des unbekannten Gönners vermeldete die Stadt am Donnerstagmittag (18. Februar).

München: Unbekannter spendet 500.000 Euro für Stadt - „überwältigt von Spendenbereitschaft“

Die Spende soll nun vom Sozialreferat verwendet werden, „um Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen und Projekte zu fördern, die einen Beitrag zur solidarischen Stadtgesellschaft und Chancengerechtigkeit sowie zur sozialen Teilhabe leisten“, wie es in der Rathausumschau heißt.

Sozialreferentin Dorothee Schiwy nahm die Nachricht mit großer Freude entgegen: „Ich bin überwältigt von einer solchen Spendenbereitschaft. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen uns die Pandemie vor große Herausforderungen stellt, ist das eine großartige Geste und Zeichen für die Verbundenheit mit der Landeshauptstadt“.

Mann aus München verkauft Haus - und will mit Spende Bedürftigen helfen

Nach dem Verkauf eines Hauses in München wollte der Senior seine Finanzen und sein Leben ordnen und entschied sich dafür, einen Teil des Geldes für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Koordiniert wurde die Spende durch die Abteilung Gesellschaftliches Engagement im Sozialreferat.

Der aus einer Unternehmerfamilie stammende, 1936 geborene Münchner ist eng mit seiner Heimatstadt verbunden und hat schon als Kind auf dem Oktoberfest das Fahrgeschäft Krinoline angeschoben und sich so seine Freifahrten verdient.

Als Fußballfan war er eigenen Angaben zufolge sowohl dem FC Bayern München als auch dem TSV 1860 München verbunden. „Als Zeitzeuge des 2. Weltkriegs hat er sowohl die Schrecken des Krieges, als auch, im Alter von neun Jahren, die Nachkriegszeit selbst miterlebt und kennt daher Bedürftigkeit aus eigener Erfahrung“, heißt es zu den Beweggründen des anonymen Spenders.

Auch interessant

Kommentare