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„Sehnsüchtig darauf gewartet“ - Das sagen Münchens Nachtschwärmer nach dem Wegfall der Sperrstunde

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Kathi und Florian genießen im Augustiner Klosterwirt ihr Bier - ohne Sperrspunde.
Kathi und Florian genießen im Augustiner Klosterwirt ihr Bier - ohne Sperrspunde. © Oliver Bodmer

Die Sperrstunde ist Geschichte: Münchens Nachtschwärmer können wieder so lange feiern, wie sie wollen. Wir haben uns umgehört.

München - Endlich Geselligkeit auch nach 22 Uhr. Am Mittwochabend fiel die seit November geltende Sperrstunde für die Gastronomie – und so prosteten sich Freunde, Paare und Bekannte in vielen Wirtschaften in der Münchner Altstadt auf die neue Freiheit zu. „Jetzt wird alles wieder entspannter“, ist sich Gregor Lemke (Foto) vom Augustiner Klosterwirt sicher. Um Punkt 22 Uhr gab er seinen Gästen am Mittwoch zur Feier des Tages einen Schnaps aus. So hatte er es ihnen versprochen.

„Gästen und Mitarbeitern macht es einfach mehr Spaß“

Prächtige Stimmung auch unter den Nachtschwämern in der Maxvorstadt. Typisch, das Bild im „55eleven“: volle Tische und strahlende Gesichter. Betriebsleiter Dominik Oetter zeigte sich erleichtert: „Gästen und Mitarbeitern macht es einfach mehr Spaß, nach hinten raus ohne Zeitdruck sein zu können“, sagte er. Und augenzwinkernd fügte er hinzu: „Hoffentlich wissen noch alle, wie man wach bleibt.“

Michaela (44) und Sebastian (45): „Wir haben uns gefreut und sehnsüchtig darauf gewartet! Man fühlte sich schon wieder so ein bisschen eingesperrt. Jetzt können wir wieder selbst entscheiden, wann wir gehen wollen – egal ob um halb zehn oder halb zwölf. Es ist ein viel entspannteres Gefühl, nicht nach Hause zu müssen.“ 

„Wir hätten uns heute auch mit Sperrstunde getroffen“

Ali Yigit (32) und Erna Lukac (29): „Wir haben heute unser erstes Date. Das ,55eleven‘ ist die perfekte Bar dafür. Wir hätten uns heute auch mit Sperrstunde getroffen, aber so ist es natürlich entspannter. Gerade, wenn man länger arbeiten muss, hat es sich vorher nicht gelohnt wegzugehen. Wir werden danach noch in eine andere Bar weiterziehen.“

Romina (22) und Leyla (20) mit Barkeeper Julius: „Ohne Sperrstunde ist wieder ein bisschen mehr das Leben von früher zurück. Wir bekommen morgen unsere Klausurergebnisse – da haben wir uns gesagt, heute gehen wir noch einen trinken. Die Regelung davor war schon sehr eingrenzend, man musste immer auf die Uhr schauen.“

Kathi (26), Juristin, und Florian (27), Berater: „Also wir finden es super! Davor hat alles gleichzeitig um 22 Uhr geschlossen und letztlich saßen dann alle wieder zusammen gedrängt in der U-Bahn. Jetzt verteilt sich das wieder besser über den Abend hinweg. Es ist sehr befreiend, locker, lässig.“ MARIE-THERES WANDINGER - *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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