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Klima-Kleber kündigen Großaktion am Münchner Stachus an

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Von: Nadja Hoffmann

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Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ hatten sich am Montagmorgen am Stachus festgeklebt.
Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ hatten sich bereits zuvor am Stachus festgeklebt. © „Die letzte Generation“

Die „Letzte Generation“ hat eine Pause eingelegt mit ihren Aktionen. Doch die nächste ist schon in Planung: am Montagfrüh am Stachus.

München – Eine Woche lang war Ruhe in München, nun kündigen die Klima-Aktivisten der „Letzten Generation“ den nächsten Radau an. Sie planen für Montagfrüh eine große Aktion am Stachus.

Losgehen soll es dort um 8 Uhr. „Wir werden uns darauf vorbereiten“, sagt Polizeisprecher Andreas Franken zu der öffentlichen Ankündigung, die in dieser Form neu ist. Das heißt: Nach hitzigen Wochen, in denen Klima-Kleber immer wieder hinter Gittern gelandet sind, kommt es gleich zum Wochenstart zum Showdown zwischen Aktivisten und Polizei München.

Demo-Training mit dem Motto: „Lerne Gewaltfreiheit“

Was konkret am Stachus passieren wird und vor allem wie viele Aktivisten dort aufschlagen werden, ließ die „Letzte Generation“ bei ihrer Pressekonferenz am Freitag offen. Man ziele von Montag an weiter auf die „Adern der Gesellschaft“, etwa Verkehrsverbindungen – und „dort wird es weiter an allen Ecken und Enden Unterbrechungen geben“, sagte Henning Jeschke, einer der Mitgründer der Gruppe.

Diese will den Alltag der Menschen stören, dazu werde es auch wieder Aktionen geben, um mehr Klimaschutz durchzusetzen. „Der Widerstand wird stärker werden“, betonte Carla Hinrichs von der „Letzten Generation“. „Und er hört auch nicht an Weihnachten auf, und auch nicht im neuen Jahr.“ Gegenüber der tz hatten die Aktivisten zuletzt betont, dass ihre Gruppe von 30 Leuten auf mittlerweile 500 Mitstreiter angewachsen sei.

Rechtzeitig vor den angekündigten Störaktion gibt es für die Neuen in der Truppe am Sonntag noch Demo-Training. Motto: „Lerne Gewaltfreiheit.“ In München wird von 10 bis 15 Uhr geschult. Wo, das wurde nur Eingeweihten verraten. Klar ist: Hinter den Klima-Klebern steht eine straffe Organisation – das betonten auch die Innenminister, die sich auf ihrer Konferenz mit den Aktivisten beschäftigt haben. Die Polizei gibt sich im Vorfeld des Showdowns gelassen. Laut Franken müsse man am Montag vor Ort die Lage bewerten. Klar ist: Störaktionen sollen verhindert werden.

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