Für 1,8 Milliarden Euro

Stadt plant 41 neue Schulen für München

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Lernen im Modul: Im neuen Stadtviertel Freiham sind zwei Grundschulen nach dem Baukastenprinzip geplant.

München - Die Stadt investiert 1,8 Milliarden Euro in insgesamt 41 neue Schulen. Um Geld zu sparen werden diese zum Teil nach dem Baukastenprinzip gebaut. Bis 2030 sollen alle Schulen stehen.

Zwischenbilanz der Schulbau­offensive: Die Stadt plant bis 2030 insgesamt 41 neue Schulen. Bei acht Standorten geht es schon um die Grundstücke, bei weiteren 33 geht es noch um Machbarkeitsstudien und Planungen. Für Bürgermeisterin Christine Strobl und Stadtschulrat Rainer Schweppe (beide SPD) ist sicher: Zunächst kommen mindestens zehn Grundschulen, fünf Realschulen und sieben Gymnasien dazu. Geplante Investitionen bis 2030: rund 1,8 Milliarden Euro!

Die Stadt baut Schulen nach dem Baukastenprinzip

Die Ursachen sind bekannt: Reich und Arm zieht es nach München. Schon bis 2020 erwartet die Stadt 1,6 Millionen Einwohner – zehn Jahre früher, als bislang vorhergesagt. Da braucht es nicht nur Wohnungen, sondern auch Schulen und Kitas. Beispiel Gymnasium: Laut Prognose steigen dort die Schülerzahlen von zuletzt rund 32.000 auf mehr als 39.000! Nach der Kita-Ausbauoffensive hat die Stadt eine Arbeitsgruppe Schulbauoffensive eingerichtet – denn vom Baureferat bis zur Kämmerei reden nicht weniger als fünf Stadtministerien mit.

Bislang wurden 75 Standorte geprüft: 16 sind nicht geeignet, 18 werden auf Vorrat gehalten – aber bei den übrigen 41 laufen die Vorbereitungen. Bei den nächsten vier Grundschulen probiert die Stadt eine neue Lösung: In Prinz-Eugen- und Funkkaserne sowie den beiden Standorten in Freiham lässt die Stadt Modulhäuser erstellen – also nach dem Baukastenprinzip. Das soll billiger sein und schneller gehen, damit die neuen Nachbarn nicht vor Rohbauten stehen – wie zuletzt etwa im Arnulfpark.

"Der Aktionismus acht Wochen vor der Wahl ist durchsichtig"

Weil auch an den Berufsschulen 9200 Azubis mehr erwartet werden und die Zahl berufsschulpflichtiger Flüchtlinge steigt, plant die Stadt acht Neubauten, Erweiterungen und Sanierungen.

Die CSU benotet die rot-grüne Stadtregierung mit „ungenügend“: In der Vergangenheit habe sie das Klassenziel nicht erreicht: Darum erfolge die Versetzung im März nicht. „Der Aktionismus acht Wochen vor der Wahl ist durchsichtig“, sagt CSU-Kandidat Josef Schmid. „Warum ist in den vergangenen Jahren so wenig passiert?“

DAC

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