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Neues Kombiticket in Planung

Bald weniger Autos in München? SPD & Grüne wollen Park-and-Ride-System für Pendler vereinfachen

Stockende Blechlawine in München, während eine S-Bahn vorbeifährt. Ein neues Pendlerangebot soll die Zahl der Autos reduzieren
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Stockende Blechlawine in München, während eine S-Bahn vorbeifährt. Ein neues Pendlerangebot soll die Zahl der Autos reduzieren.

Mit einem Kombiticket wollen SPD und Grüne in München mehr Pendler zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr bewegen. Das Billet soll einen Parkplatz für das Auto beinhalten.

  • In München* soll der Autoverkehr reduziert werden und damit einhergehend die Lebensqualität gesteigert.
  • Pendlern soll der Umstieg auf den Öffentlichen Nahverkehr mit einem neuen Angebot leichter fallen.
  • Das Kombiticket ist für eine Verknüpfung von Park & Ride und dem Angebot der MVG angedacht.

München - Immer mehr Beschäftigte in Deutschland pendeln zur Arbeit. Das geht aus Daten zu Pendlerverflechtungen der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Demnach ist München deutschlandweit Spitzenreiter bei den Pendelbewegungen. Hier kamen zuletzt rund 390 000 Beschäftigte täglich zur Arbeit in die Stadt. Rund 180 000 Menschen pendeln derweil aus der Stadt heraus. Einer Prognose des Planungsreferats zufolge könnte es im Jahr 2030 durchgängig eine Rushhour auf den Straßen der Stadt geben. „Der zunehmende Verkehr ist eine Riesen-Herausforderung für München“, sagt SPD-Stadträtin Julia Schmitt-Thiel. Ein Lösungsansatz ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Es geht aber auch darum, Anreize zum Umstieg zu schaffen. Und das wollen SPD und Grüne nun tun.

München: In der Stadt nimmt der Verkehr stetig zu - Maßnahmen sind unabdingbar

Beide Fraktionen haben gestern einen Antrag für ein Kombiticket gestellt. Das soll mehr Pendler zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr bewegen. Das Billett soll für Parkplatz und eben die Fahrt in Bus, Tram, U- oder S-Bahn gelten und möglichst digital zur Verfügung stehen. Die Verwaltung soll nun ein Konzept ausarbeiten, das sowohl die P+R GmbH als auch die Umlandgemeinden einbezieht. „Das Kombiticket macht es für Pendelnde einfacher. Sie müssen kein extra Ticket mehr ziehen, wenn sie ihr Auto auf einem Park+ Ride-Parkplatz abstellen“, sagt Schmitt-Thiel.

Gudrun Lux (Grüne) will erreichen, dass „möglichst wenig Autos in die Stadt fahren“. Ein digitales Kombiticket mache den Umstieg zum öffentlichen Verkehr bequemer. „Es ist damit ein leicht zu setzender Baustein für die Verkehrswende.“

Wer ohne Stau nach München fahren will, nimmt die Öffentlichen.

SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl

SPD-Stadtrat Nikolaus Gradl ergänzt: „Wer ohne Stau nach München fahren will, der nimmt am besten die Öffentlichen. Damit noch mehr Menschen das tun, werden wir ein Kombiticket einführen: Einmal per App gelöst, können Pendler ihr Auto auf einem der Park+Ride-Plätze abstellen und in Bus oder Bahn umsteigen.“

Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) freut sich über den Vorschlag. „Wir begrüßen alle Ideen, die den Umweltverbund stärken könnten, auch eine noch engere Verknüpfung zwischen P+R und ÖPNV“, sagt Unternehmenssprecher Matthias Korte auf Anfrage unserer Zeitung. Für Abokunden der Verkehrsbetriebe bestehe schon heute die Möglichkeit, bei der MVG auch die P+R-Jahreskarte zu bestellen. Eine Handyticket-Version für spontane Kombinationen aus Parken und ÖPNV existiere derweil noch nicht. „IT-technisch könnte sicher eine Lösung gefunden werden. Allerdings bräuchte es dazu eine Finanzierung, die derzeit nicht in Sicht ist.“

MVG will prüfen, sieht aber ein Problem

Von dem finanziellen Aspekt mal abgesehen, stelle sich aber auch die Platzfrage. gibt Korte zu bedenken. „In einigen P+R-Anlagen sind die Kapazitäten erschöpft. Hier müsste die Infrastruktur erweitert werden.“ Die Verkehrsgesellschaft werde den Antrag aber gerne prüfen und die relevanten Partner dabei einbeziehen.

Es gibt noch einen weiteren Grund, warum Staus auf dem Mittleren Ring bald der Vergangenheit angehören könnten:Wenn es nach einem Münchner Unternehmen geht, sollen Pendler mit Gondeln in die Arbeit fahren. *tz.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

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